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Fünf Kampfrichter bewerten die Darbietungen: Minuspunkte gibt es etwa für Stürze oder das Überfahren der Seitenlinie. 2015 waren die Einradfahrerinnen des 1. RC 1903 Bergen dabei.
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Fünf Kampfrichter bewerten die Darbietungen: Minuspunkte gibt es etwa für Stürze oder das Überfahren der Seitenlinie. 2015 waren die Einradfahrerinnen des 1. RC 1903 Bergen dabei.

Bergen-Enkheim

Bloß nicht mit den Armen wackeln

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Etwa 260 Kunst- und Einradfahrer treten an beim Schelmenburg-Pokal 2017. Der Trend Einradfahren hat den Verein gerettet.

Synchron muss es sein. Beim Kunstradfahren in 4er oder 6er-Teams müssen die Sportler verschiedene Figuren fahren – bis zu 25 Übungen in fünf Minuten haben sie zu absolvieren. Dabei reicht es nicht, dass einer im Team gut radeln kann. Alle Mitglieder sind gefragt. Umso erstaunlicher also, dass am Sonntag, 5. März, ganze 55 Mannschaften mit etwa 260 Sportlern in der Enkheimer Riedsporthalle beim großen Schelmenburg-Pokal antreten. Es sind Kunstrad- und Einradfahrer, die sich bei der inzwischen 39. Auflage des Wettkampfs ein Stelldichein geben.

Manche der Sportler reisen von weit her an. Unter anderem werden die Deutschen Meister aus Steinhöring bei München mit zwei Mannschaften starten. Außerdem nehmen Mannschaften aus Flonheim, Hungen, Rheindürkheim und Krofdorf-Gleiberg den weiten Weg auf sich. Der Ausrichter, der Radfahrer-Club Bergen, stellt vier Teams.

Zwei Dinge machen den besonderen Reiz des Schelmenburg-Pokals aus. „Hier kann man sich noch für die Hessenmeisterschaft qualifizieren“, sagt Gisela Völp, Vorsitzende des Radfahrer-Clubs. Es ist aber auch der einzige Kunstrad-Wettbewerb in Deutschland, an dem nur Teams teilnehmen. „Wir haben keine Einzelfahrer im Verein“, sagt Völp, „nur Mannschaften.“ Das ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass den Verein um die Jahrtausendwende noch Nachwuchssorgen geplagt haben.

„Auftrieb hat uns gegeben, als das Einrad plötzlich wieder modern wurde“, erzählt Völp. Der Club reagierte schnell, nahm das Sportgerät ins Programm auf. Eine echte Welle hat der Verein da geritten. „Die Kinder haben das auf der Straße gesehen und sind neugierig geworden.“ Dann haben sie es in der Schule erzählt und wieder wurden neue potenzielle Vereinsmitglieder darauf aufmerksam.

„Da braucht man auch kein besonderes Talent für“, sagt Völp. Es geht einfach um den Gleichgewichtssinn. Wenn es allerdings um die Punkte beim Wettkampf geht, sollten die Sportler schon einiges an Trainingsleistung investiert haben.

Fünf Kampfrichter bewerten die Darbietungen: Minuspunkte gibt es etwa für Stürze oder das Überfahren der Seitenlinie. „Für jeden Armwackler gibt es 0,5 Punkte Abzug“, erklärt Helmut Völp, Fachwart für Kunstradfahren im RC Bergen. „Das Wichtigste ist Geduld. Man muss bereit sein, auch mal ein Jahr zu üben, bis etwas dabei herumkommt“, umschreibt er die Anforderungen.

Schelmenburg-Pokal 2017 , Sonntag, 5. März, Riedsporthalle, Rangenbergstraße / Bornweidstraße. Ab 9 Uhr Schüler-Qualifikation zur Hessenmeisterschaft. Ab 13.45 Uhr Junioren und Eliten. Eintritt ist frei.

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