Historie

Ein Blick zurück

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Seit 150 Jahren gibt es die Sektion Frankfurt des Alpenvereins. Die FR hat die entscheidenden Stationen in der Geschichte zusammengetragen.

1869 wird der Deutsche Alpenverein (DAV) gegründet. Die Frankfurter Sektion gründet sich am 3. September im Hörsaal der Senckenbergischen Gesellschaft. In den ersten Jahrzehnten geht es zunächst darum, die Alpen kartographisch zu erschließen und die ersten Hütten zu bauen.

1873 eröffnet die Sektion Frankfurt mit dem Gepatschhaus die erste Hütte des DAV in Österreich, was vor allem mit Spenden aus dem Rhein-Main-Gebiet möglich ist. 1888 wird die hochalpine Rauhekopfhütte eröffnet. 1906 die Verpeilhütte.

1918 Nach dem Ersten Weltkrieg hat die Frankfurter Sektion nur noch 840 Mitglieder. In den 1920er Jahren kommt es aber zu einem Boom, Wintersport wird immer beliebter, 1930 gründet die Sektion eine Skiabteilung.

1933 richtet sich der DAV zunehmend „deutschvölkisch“ aus. Die Frankfurter Sektion widersetzt sich zunächst den antisemitischen Tendenzen, doch mit Einführung des „Arierparagrafen“ müssen zahlreiche jüdische Mitglieder die Sektion verlassen. Nach Kriegsende wird es Jahrzehnte dauern, bis sich der DAV dem dunklen Kapitel seiner Geschichte stellt.

1955 sorgt die Frankfurter Himalaya expedition für Aufsehen. Dem Bergsteiger Reinhard Sander gelingt die Erstbesteigung des 7027 Meter hohen Spantik. Der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb hat dem Team um Sander eine Fahne der Stadt Frankfurt mitgegeben, die sich heute im Institut für Stadtgeschichte befindet.

1969 wird Sander zum Vorsitzenden der Sektion Frankfurt gewählt. Er wertet in den folgenden Jahren vor allem den Naturschutz auf. Er ist Mitbegründer des ersten deutschen Naturparks Bergstraße/Odenwald und initiiert im DAV das Grundsatzprogramm zum Schutz des Alpenraums. Von 1974 bis 1980 ist er auch Vorsitzender des Gesamtverbandes DAV.

2013 eröffnet die Sektion Frankfurt im Stadtteil Preungesheim das Kletterzentrum. Die Mitgliederzahl boomt und liegt mittlerweile bei über 10 000.

2019 zum Jubiläum wird es am 14. September einen Festakt im Römer geben. Ebenfalls im September soll im Vereinsheim, Homburger Landstraße 283, eine Ausstellung eröffnen. 

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