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Die Stadt will nicht nur den Anteil von Bioabfall im Restmüll senken.

Müllentsorgung

Biotonne in Frankfurt wird häufiger geleert

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In zehn Stadtteilen werden die Bioabfalltonnen wöchentlich geleert.

Rund 15 000 braune Bioabfalltonnen in der Stadt werden in diesem und im nächsten Jahr häufiger geleert. Die vorübergehende Umstellung aufs wöchentliche Intervall ist ein Test. Er soll zeigen, ob sich die Menge Bioabfall steigern lässt, die die Frankfurter zur Kompostierung geben.

Der Abfallentsorger FES legt bereits am Montag im neuen Rhythmus los. Bis Oktober kommen die Stadtteile Griesheim Süd, Schwanheim, Sindlingen, Zeilsheim, Harheim, Frankfurter Berg, Eckenheim, Ginnheim, Dornbusch und Westend Nord in zweierlei Genuss: Sie können mehr Grünabfall loswerden – und das „Aroma“ der verrottenden Reste wird nicht mehr bis zu zwei Wochen lang in der Luft hängen, sondern nur noch höchstens eine.

„Bioabfälle sind viel zu schade für die Müllverbrennung. Daraus kann wertvoller Kompost werden“, erklärt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) den Sinn der Aktion. Die Test-Stadtteile wurden repräsentativ für Frankfurt ausgewählt. 2017 gab es einen ähnlichen Versuch in den westlichen Stadtteilen; damals brachten die fünf Monate einen „moderaten“ Anstieg um zehn Prozent, erinnert Heilig. Sollte es diesmal gelingen, die eingesammelte Bioabfallmenge deutlich zu erhöhen, wäre eine Ausdehnung des wöchentlichen Rhythmus auf die ganze Stadt die logische Folge.

Frankfurt führte die braune Tonne 1998 als eine der ersten Städte verpflichtend ein. Den Test lässt sie sich nun 500 000 Euro pro Jahr kosten. Die FES sammelte 25 400 Tonnen Bioabfall im Jahr 2017 ein, knapp 6000 Tonnen mehr als im Jahr 2000. Auch der separat deklarierte Grünschnitt nahm in diesem Zeitraum zu: von 4130 Tonnen auf 5240.

Wichtig: Die Stadt will nicht nur den Anteil von Bioabfall im Restmüll senken, sondern auch umgekehrt. Kein Plastik, kein Sand oder Kehricht in die braune Tonne, fordert FES-Geschäftsführer Dirk Remmert. Eine Info-Kampagne soll die Testphase begleiten. Aus dem Biomüll gewinnt die FES-Tochter Rhein-Main-Biokompost GmbH sowohl Kompost als auch Biogas.

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