Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gut zu erkennen, die Dezernenten. Oder auch nicht.
+
Gut zu erkennen, die Dezernenten. Oder auch nicht.

RÖMERBRIEFE

Bilder im Kopf

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen
  • Georg Leppert
    Georg Leppert
    schließen

Wer will mit wem im Römer zusammenarbeiten? Daraus lassen sich gute Karikaturen machen. Sogar ohne zu zeichnen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Zeig mal dein Bild. Hm, eine Micky Maus?

Leppert: Quatsch, das ist Bastian Bergerhoff, der mit Bällen jongliert. Und warum hast du Max und Moritz gemalt?

Busch: Nee, das sind Jan Schneider und Uwe Becker.

Leppert: Lassen wir das vielleicht mit den Römerbildern und bleiben bei Römerbriefen.

War nicht so einfach vergangene Woche, oder? Zuzuordnen, welche der drei Nachrichten in den Römerbriefen ein Aprilscherz aus der Stadtpolitik, welche von uns ausgedacht und welche echt war. Klang alles absurd. Wir lösen dann jetzt mal auf, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik: Dass Grüne und CDU festgestellt haben, dass sie in der Verkehrspolitik nicht viel trennt, haben wir uns ausgedacht. Dass die Stadt Frankfurt eine Vertretung im Vatikan eröffnen will, war ein Scherz aus der Stadtpolitik. Und wahr ist, auch wenn es von allen Nachrichten am skurrilsten klang: Die rechtspopulistischen Bürger für Frankfurt (BFF) sind im Römer eine Fraktionsgemeinschaft eingegangen mit dem Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), einer Partei für Migrant:innen. Dinge, die man sich nicht ausdenken kann. Das Leben übertrifft eben so manchen Aprilscherz.

Feldmann zieht Schneider eins mit der Amtskette über den Kopf

Wer gerade mit wem im Römer zusammenarbeiten will, was gerade im Rathaus los ist – daraus machen andere Zeitungen derzeit auch gerne mal Karikaturen. Zum Beispiel über die Grünen, die im Osternest nach dem schwarzen Ei greifen, weil es der Osterhase rät. Wir sind da etwas neidisch. Wir können nicht zeichnen, sind völlig unbegabt auf dem Gebiet. Aber Ideen für Karikaturen hätten wir natürlich massig. Und die wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Hier also unsere Karikaturen – ohne einen einzigen Strich gezeichnet zu haben:

Vor dem Römer herrscht Tumult. Die derzeitigen Magistratsmitglieder sind alle in einer Keilerei verwickelt. CDU-Baudezernent Jan Schneider stellt SPD-Bildungsdezernentin Sylvia Weber gerade ein Bein, bekommt aber von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) eins mit der Amtskette übergezogen. Grünen-Gesundheitsdezernent Stefan Majer stürzt sich mit geballten Fäusten in die Balgerei, während CDU-Sportdezernent Markus Frank alle von außen mit Tennisbällen bewirft. Die vorbeigehenden Bürgerinnen und Bürger wundern sich nicht. Eine sagt zu ihrem Begleiter: „Schau mal, sie haben sich wohl geeinigt und wollen die Koalition fortführen.“

Für die Grünen gibt es Geschenke

Die Grünen Bastian Bergerhoff und Martina Feldmayer sitzen auf einem Thron. Vor ihnen tanzen Jan Schneider, Annette Rinn, Mike Josef und Dominike Pauli. Alle im Brautkleid. Sie werfen den Grünen Brautgeschenke zu. Bonbons. Die CDU schwarze, die SPD rote, die FDP gelbe, die Linke dunkelrote. Bergerhoff und Feldmayer verstecken rote und dunkelrote Bonbons unter ihren Schuhen. Hinten brüllt die Grüne Jugend: „Wir wollten doch nach Inhalten entscheiden.“

Oder: Feldmayer und Bergerhoff stehen mit einem dick geschnürten grün-schwarz-gelben-Koalitionspaket vor einer Tür. Aus dem Paket hängen Streifen: ein bisschen Verkehrswende, ein wenig mehr Klimaschutz, ein paar weniger teure Wohnungen. Feldmayer und Bergerhoff sehen müde aus nach langen Koalitionsverhandlungen. Beatrix Baumann macht ihnen die Tür auf und sagt: „Hier entlang damit.“ Auf der Tür steht: „Mitgliederversammlung der Grünen“.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare