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Bilder von der Buchmesse Frankfurt

Regenwetter auf der Frankfurter Buchmesse? Mag sein. Dies aber ist ein Zeichen - "für Gui Minhai und die vielen anderen Autoren, die verfolgt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenverein desDeutschen Buchhandels, Alexander Skipis. Mit einer Mahnwache und symbolisch aufgespannten Schirmen erinnern Kulturschaffende, Buchhändler und Verleger in Frankfurt an die weltweite Unterdrückung der Meinungsfreiheit.
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Regenwetter auf der Frankfurter Buchmesse? Mag sein. Dies aber ist ein Zeichen - "für Gui Minhai und die vielen anderen Autoren, die verfolgt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis. Mit einer Mahnwache und symbolisch aufgespannten Schirmen erinnern Kulturschaffende, Buchhändler und Verleger in Frankfurt an die weltweite Unterdrückung der Meinungsfreiheit.
Mehr denn je will die Buchmesse Plattform sein für jene, die für Demokratie und Bürgerrechte kämpfen. Olga Tokarczuk, Literatur-Nobelpreisträgerin 2018, äußert sich bei der Eröffnungs-Pressekonferenz über die jüngsten Ergebnisse der Parlamentswahl in Polen: Sie sei „nicht besonders glücklich“ über den Sieg der Nationalkonservativen. Eine zweite Legislaturperiode mit absoluter Mehrheit für die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sehe sie als bedrohlich für Theater und Museen, die häufig in staatlicher Hand seien. Eine Zensur für Schriftsteller gebe es nicht in Polen, erklärte die 57-Jährige. Allerdings beobachte sie einen Hang zur Selbstzensur bei einigen Kollegen, die mit schwierigen Themen nicht anecken wollten.
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Mehr denn je will die Buchmesse Plattform sein für jene, die für Demokratie und Bürgerrechte kämpfen. Olga Tokarczuk, Literatur-Nobelpreisträgerin 2018, äußert sich bei der Eröffnungs-Pressekonferenz über die jüngsten Ergebnisse der Parlamentswahl in Polen: Sie sei „nicht besonders glücklich“ über den Sieg der Nationalkonservativen. Eine zweite Legislaturperiode mit absoluter Mehrheit für die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sehe sie als bedrohlich für Theater und Museen, die häufig in staatlicher Hand seien. Eine Zensur für Schriftsteller gebe es nicht in Polen, erklärte die 57-Jährige. Allerdings beobachte sie einen Hang zur Selbstzensur bei einigen Kollegen, die mit schwierigen Themen nicht anecken wollten.
Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel stellt in Frankfurt sein Buch "Agentterrorist" vor. Während seiner einjährigen Haft in der Türkei habe er sich die persönliche Freiheit nicht völlig nehmen lassen. "Man darf sich nicht ergeben.", sagte Yücel am Donnerstag auf der Buchmesse. "Auch den schlimmsten Verhältnissen kann man ein Stück Freiheit, ein Stück Menschlichkeit abringen." Dies sei aber umso schwerer, "je brutaler die Umstände sind".
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Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel stellt in Frankfurt sein Buch "Agentterrorist" vor. Während seiner einjährigen Haft in der Türkei habe er sich die persönliche Freiheit nicht völlig nehmen lassen. "Man darf sich nicht ergeben.", sagte Yücel am Donnerstag auf der Buchmesse. "Auch den schlimmsten Verhältnissen kann man ein Stück Freiheit, ein Stück Menschlichkeit abringen." Dies sei aber umso schwerer, "je brutaler die Umstände sind".
Die norwegische Journalistin Åsne Seierstad spricht in Frankfurt über Extremismus und Polarisierung. In ihrem Buch "Einer von uns" thematisiert sie das rechtsextreme Attentat von Utøya und Oslo.
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Die norwegische Journalistin Åsne Seierstad spricht in Frankfurt über Extremismus und Polarisierung. In ihrem Buch "Einer von uns" thematisiert sie das rechtsextreme Attentat von Utøya und Oslo.
Frankfurter Buchmesse
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Norwegen ist Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse - und so wird sie in Anwesenheit des norwegischen Kronprinzenpaares Mette-Marit und Haakon eröffnet. Links Buchmesse-Direktor Juergen Boos.
Das Kronprinzenpaar war mit dem "Literaturzug" in Frankfurt eingetroffen
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Das Kronprinzenpaar war mit dem "Literaturzug" in Frankfurt eingetroffen - im Schlepptau zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem hohen Norden Europas.
Skandinavisch minimalistisch wirkt der Pavillon des diesjährigen Ehrengastlandes. 
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Skandinavisch minimalistisch wirkt ein Teil des  norwegischen Pavillons.
"Jeder in Deutschland erwartet norwegische Landschaft", gibt das Architekturbüro zu, das den Pavillon gestaltet hat. Manthey Kula und LCLA Office wollten "Literatur als Raum und Landschaft" gestalten, die Bögen über den Büchertischen sehen sie als "imaginäre Landschaft".
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"Jeder in Deutschland erwartet norwegische Landschaft", gibt das Architekturbüro zu, das den Pavillon gestaltet hat. Manthey Kula und LCLA Office wollten "Literatur als Raum und Landschaft" gestalten, die Bögen über den Büchertischen sehen sie als "imaginäre Landschaft".

Politisch will sie sein, die weltgrößte Buchmesse in Frankfurt - und Zeichen setzen in Zeiten, in denen die Demokratie in vielen Ländern vor enormen Anfechtungen steht. Neben dem Rechtsextremismus ist auch der Klimawandel eines der großen Themen der Buchmesse 2019. Ehrengast ist in diesem Jahr Norwegen - das beschert royalen Besuch in Frankfurt. Klicken Sie durch die Fotos der ersten Messetage.

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