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Noch gehört die Straße den Autos - am Samstag müssen die Autos jedoch den Fahrrädern weichen.

Frankfurt

Straßen gehören den Radlern in Frankfurt, zumindest für eine Nacht

Bei der ADFC-Bike-Night fordern die Veranstalter mehr Platz für den Radverkehr.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Frankfurt und Hessen lädt für Samstag zur Fahrraddemo ADFC-Bike-Night ein. Das Motto lautet „Mehr Platz für Radler – nicht nur heut’ Nacht!“.

Die Fahrt startet am Samstag um kurz nach 20 Uhr auf dem Römerberg. Sie führt über die Alte Brücke ans Sachsenhäuser Ufer, dann über die Untermainbrücke, durchs Bankenviertel, Reuterweg, entlang der Eschersheimer Landstraße und der Dillenburger Straße bis zum Nordwestzentrum. Weiter geht es über die Rosa-Luxemburg-Straße und die Ginnheimer Landstraße zu einer Zwischenkundgebung unter dem Fernmeldeturm.

Stefan Janke, der Vorsitzende des ADFC Hessen, will deutlich machen, warum sich Situation für Radfahrer in Frankfurt und darüber hinaus verbessern muss. Bei der Kundgebung will er demnach auch zur Teilnahme an der Großdemonstration #aussteigen am 14. September anlässlich der IAA in Frankfurt aufrufen. Geplant ist eine Fahrrad-Sternfahrt vor die Tore der Messe.

Nach der Kundgebung fährt der Zug weiter über die Hansaallee, Eschersheimer Landstraße und Cityring zum Börneplatz und zurück zum Römerberg. Die Ankunft ist voraussichtlich zwischen 22.30 und 23 Uhr. Die Strecke ist 19 Kilometer lang. Der ADFC lädt zum 9. Mal zur Bike-Night ein.

Die Verkehrswende kann laut ADFC nur gelingen, wenn das Fahrrad in der Mobilität der Zukunft eine Schlüsselrolle einnimmt. Das Bike-Night-Motto „Mehr Platz für Radler“ füge sich in die Kampagne #MehrPlatzFürsRad des ADFC-Bundesverbands ein. Zur Demo erwartet der ADFC, wie in den Vorjahren mehrere Tausend Teilnehmer. Begrüßt werden sie um 20 Uhr am Römer von Bike-Night-Organisator Bertram Giebeler, einem Vertreter der Radentscheid-Initiative sowie dem Frankfurter Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD).

Autofahrer müssen am Samstagabend in der Innenstadt und in den Stadtteilen Westend, Nordend, Dornbusch, Eschersheim, Heddernheim, Nordweststadt und Ginnheim mit Straßensperrungen durch die Polizei rechnen, die in der Regel nach wenigen Minuten wieder aufgehoben werden. Etwas mehr Geduld ist voraussichtlich an der Wilhelm-Epstein-Straße, dem Ort der Zwischenkundgebung, erforderlich.

Von Florian Leclerc

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