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Neue Hinweisschilder machen deutlich, wo nicht getrunken werden darf.

Gutleut

Bier nur im Osten

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Nach Beschwerden über Lärm und Dreck stellt das Grünenflächenamt neue Hinweisschilder für den Spielplatz auf. Sie weisen darauf hin, wo nicht getrunken werden darf.

Sie sind größer, auffälliger – und beziehen sich nur noch auf die westliche Hälfte: Das Grünflächenamt hat am Schönplatz zwei neue Hinweisschilder für den Spielplatz montiert. Bislang galt das gesamte Areal als Spielfläche. Der Konsum von Alkohol war damit eigentlich tabu. Menschen tranken dort trotzdem gerne ein Bier oder mehr – auch, weil sie von dem Verbot nichts wussten. 

Nach Beschwerden über Lärm und Dreck trafen sich Anwohner und Nutzer vor Ort. Im Ortsbeirat 1 waren die Interessenskonflikte ebenfalls Thema. Wie berichtet, mit dem Ergebnis, dass der Schönplatz geteilt wird: Die westliche Hälfte, wo Schaukel, Kletterturm und Rutsche stehen, bleibt Spielplatz. Der östliche Teil hingegen – neben einer Zebrawippe und einer Tischtennisplatte vor allem ein freier Platz – wird zukünftig zur Grünfläche: Biertrinken ist dort also erlaubt.

Die vor wenigen Wochen angebrachten Schilder haben die Teilung offiziell gemacht. Eine Mitarbeiterin des Grünflächenamts sagte der Frankfurter Rundschau, dass zum kommenden Frühjahr zusätzlich größere Mülleimer aufgestellt werden. Für den geplanten Sichtschutz in der Platzmitte gebe es hingegen „momentan keinen Zeitplan“.

Stopp für Bücherbus 

Unterdessen hat der Ortsbeirat 1 gefordert, dass der städtische Bücherbus zukünftig auch am Schönplatz halten soll. Im Oktober habe es dort einen Test gegeben; während der zwei Stunden hätten rund 80 Kinder das Angebot wahrgenommen.

Überhaupt sei der Bedarf im Gutleut- und Bahnhofsviertel groß. Schließlich leben hier „besonders viele Kinder“, wie es im SPD-Antrag heißt. Jedoch gebe es in beiden Stadtteilen keine einzige Bücherbus-Haltestelle. Neben dem Schönplatz sei auch der gemeinsame Hof von Karmeliter- und Weißfrauenschule ein geeigneter Standort.

Norbert Schindler, Leiter der Fahrbibliothek, sieht genug Nachfrage für die vorgeschlagenen Haltestellen. Das Problem: Mit den vorhandenen Mitarbeitern und Fahrzeugen können diese nur bedient werden, wenn bestehende Stopps gestrichen werden: „Mehr ist da aktuell nicht drin.“ Laut Schindler bräuchte es einen dritten Bücherbus – die „vernünftigste, aber auch teuerste Lösung“.

In 2019 verkehren die zwei bestehenden Busse vorerst sogar noch seltener als bisher, weil die Fahrbibliothek zwei ihrer sechs Stellen neu besetzen muss. Schindler hofft, dass der Engpass im April oder Mai behoben ist.

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