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An offenen Stellen stehen in Frankfurt fast 10 000 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung.
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An offenen Stellen stehen in Frankfurt fast 10 000 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Erwerbslosigkeit

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

  • Friederike Tinnappel
    VonFriederike Tinnappel
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Der DGB fordert mehr Hilfen für Langzeiterwerbslose. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände will auch Flüchtlinge einstellen.

Vertreter der Agentur für Arbeit haben am Dienstag von einer „hohen Dynamik“ auf dem hessischen Arbeitsmarkt gesprochen, von der auch Frankfurt profitiert. Während bei den über 50-Jährigen seit Jahresbeginn eine „stete Abnahme der Erwerbslosigkeit“ beobachtet werden könne, sei die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen in den vergangenen Monaten „relativ konstant“ geblieben, bedauerte der Leiter der Frankfurter Agentur, Karl-Heinz Huth. Da der Frankfurter Arbeitsmarkt Fachkräfte benötige, sei er optimistisch, die jungen Leute bald vermitteln zu können.

An offenen Stellen stehen in Frankfurt fast 10 000 Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, in ganz Hessen sind es rund 41 000 und damit 21,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, geht für die kommenden Monate von einer „weiteren guten Entwicklung“ aus.

Nach Angaben von Martin konnten auch die Langzeitarbeitslosen von der Frühjahrsbelebung profitieren. Nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hessen haben sich dagegen die Beschäftigungs-chancen für diese Personengruppe in den vergangenen Jahren generell verschlechtert. Der stellvertretende Vorsitzende, Sandro Witt, bezeichnete am Dienstag die Langzeitarbeitslosigkeit als „größte arbeitsmarktpolitische Herausforderung in Hessen“.

Langzeitarbeitslose, denen es gelungen sei, einen Job zu finden, sollten während der Probezeit betreut werden, forderte Witt. Er regte an, finanzielle Anreize für die Weiterbildung zu schaffen, damit die Teilnehmer nicht schlechter dastehen als jene, die einen Ein-Euro-Job machen.

Außerdem sollten die Weiterbildungsangebote der Jobcenter ausgebaut werden. Berufliche Qualifikation oder ein fehlender Schulabschluss sind nach Agenturangaben „ein Grundproblem“ vieler Langzeitarbeitsloser. Fast 80 000 Menschen, die im vergangenen Jahr von Hartz IV leben mussten, hatten keinen Berufsabschluss, weitere 28 000 keinen Hauptschulabschluss.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) möchte Menschen, die vor Krieg und Vertreibung nach Deutschland geflüchtet sind, schnell in den Arbeitsmarkt integrieren. „Wir sollten Flüchtlingen und Asylbewerbern rasch die Chance auf Arbeit einräumen, anstatt sie zu zwingen, lange von Sozialleistungen zu leben“, sagte der VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender. Die Flüchtlinge würden „oft gute Qualifikationen und wertvolle Berufserfahrungen“ mitbringen.

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung von Erwachsenen ihre Heimat verlassen haben, seien häufig für eine Ausbildung besonders motiviert. Im Interesse der Jugendlichen und der Ausbildungsbetriebe sollte eine Schul- und Berufsausbildung als dringender persönlicher Grund gesetzlich verankert werden, um eine Abschiebung zu verhindern.

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