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In „Amina“, der im Kino-Programm der B3 Biennale läuft, vermisst Amina ihre Familie.

Film und Kunst

Auf den Spuren von Banksy

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die B3 Biennale des bewegten Bildes in Frankfurt zeigt avantgardistische Filme, Kunst und Games.

Mit einer Reihe von Europa- und Deutschlandpremieren zeigt sich die B3 Biennale des bewegten Bildes in diesem Jahr größtenteils im Streamingformat. Rund 40 Filme und 60 Videokunstwerke, Kurzfilme und Virtual-Reality-Arbeiten seien im Programm, sagte der künstlerische Leiter des Festivals, Bernd Kracke, der auch Präsident der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach ist. Die Biennale dauert vom 9. bis 18. Oktober, in zeitlicher Nähe zur Frankfurter Buchmesse. Das Motto ist „Truths“ („Wahrheiten“).

Als Film-Höhepunkte hob Kracke unter anderem die Dokumentationen „Banksy Most Wanted“, „Amina“ und „White Riot“ hervor. „White Riot“ dokumentiert die Geschichte der Londoner Protestbewegung „Rock Against Racism“, die 1976 von Punkmusikern und Kreativen gegründet wurde. „Amina“ schaut in das Leben einer Senegalesin, die seit sieben Jahren in der Türkei lebt, arbeitet und hofft, ihre Familie, die zurückblieb, in die Türkei holen zu können.

„Banksy Most Wanted“ porträtiert den Künstler, der bislang nicht einer bestimmten Person zuzuordnen ist, anhand von Geschichten, Kunstwerken, Aktionen und politischen Aussagen. Die Filme im Programm liefen teilweise auf Übersee-Festivals wie Tribeca oder Sundance.

Das Festival

Die B3 Biennale des bewegten Bildes findet von 9. bis 18. Oktober statt. Filme, Kurzfilme, Performances, Konferenzen werden gestreamt. Die Eröffnungsveranstaltung im Astorkino findet vor Publikum statt und wird live übertragen.

Karten kosten zwischen fünf Euro pro Film, 25 Euro für das komplette Programm oder 50 Euro für das komplette Programm plus Extras.

Infos und Tickets: https://b3biennale.de. fle

Kracke hob die international renommierte Besetzung des Festivals hervor. So beteiligten sich unter anderem der US-amerikanische Schauspieler Willem Dafoe, die deutsche Künstlerin Anne Imhof und der Monty-Python-Mitbegründer Terry Gilliam an Konferenzen als Teil des Festivals. Willem Dafoe wird im Rahmen der Biennale mit dem BEN-Hauptpreis als „Most Influential Artist“ ausgezeichnet; Anne Imhof wird als „Most Important Artist“ geehrt.

Beim Eröffnungsabend am 9. Oktober melden sich via Internet Künstler und Medienschaffende aus allen Kontinenten zu Wort mit Beiträgen zu Kurzfilm- und Videostreams, Performances, Poetry Slams, Games, XR-Experiences und musikalischen Live Acts. Anne Imhof zeigt Ausschnitte aus ihren Performances „Faust“ und „Sex“.

Das Kunstprogramm zeigt Positionen und Bewegtbildarbeiten von 30 nationalen und internationalen Künstlern, darunter Videokunstwerke, Kurzfilme und Virtual-Reality-Arbeiten. Der Gamespart widmet sich unter anderem Spielen im Ostblock der achtziger Jahre, der Verbindung von Videospielen und Musik sowie preiswerten Spielkonsolen im Wettbewerb mit den Branchenriesen.

Höhepunkte der Konferenzen sind laut Kracke Meisterklassen mit den Regisseuren Federico Solmi, Atom Egoyan und Terry Gilliam.

Zocken und rauchen in „Feels Good Man“ (2020).

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