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Bewährung für Pizzabäcker

Als  Pizzabäcker plötzlich in das von den Ärzten herbeigerufene Taxi steigen wollten, kommt es zum Streit, der vor Gericht endet.

Für eine blutige Messerattacke in einem eskalierenden Streit um ein Taxi ist in Frankfurt ein Pizzabäcker zu 18 Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht ging in dem Urteil am Dienstag von gefährlicher Körperverletzung aus, nachdem der 48-Jährige von sich aus mit der Attacke aufgehört hatte. Die Tat hatte sich in der Vorweihnachtszeit 2016 vor einer Gaststätte in Frankfurt-Bornheim ereignet, in der zuvor eine Gruppe von Pizzabäckern und mehrere Ärzte getrennt voneinander gefeiert hatten.

Als die Pizzabäcker plötzlich in das von den Ärzten herbeigerufene Taxi steigen wollten, kam es zum Streit. Zwei der Ärzte wurden schließlich vom Messer des Angeklagten verletzt.

Vor Gericht räumte der Angeklagte die Attacke ein, bestritt allerdings jede Tötungsabsicht. Der Streit um das Taxi habe sich „hochgeschaukelt“, weil ihn einer der Ärzte auch noch auf Italienisch angegangen habe.

Die Schwurgerichtskammer sah am Ende nur noch Raum für eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung. Bereits die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe für den nicht vorbestraften Angeklagten für ausreichend angesehen und auf Rechtsmittel ebenso verzichtet wie der Pizzabäcker. (dpa)

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