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Stadtentwicklung

Bevölkerungszahl in Frankfurt stagniert

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Wegen der Corona-Pandemie gab es im vergangenen Jahr kaum Zuzüge. Doch das gilt nicht für alle Stadtteile.

Frankfurt wächst – das war einmal. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stagnierte im vergangenen Jahr. Ursächlich dafür ist die Corona-Krise, wie der zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU) am Dienstag mitteilte.

Zum Jahresende 2020 waren in Frankfurt genau 758 847 Menschen gemeldet. Das entspricht fast genau dem Stand von Ende Dezember 2019. In der ersten Jahreshälfte war die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner um 343 gestiegen. Ab Juli sank sie dann um 70 Personen. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 hatte die Bevölkerungszahl um mehr als 10 000 zugenommen. Derartige Steigerungsraten waren auch in den Jahren zuvor üblich.

Umso klarer liegt auf der Hand, dass die jetzige Stagnation mit der Corona-Pandemie zu tun hat. Die Mobilität der Menschen sei im vergangenen Jahr stark eingeschränkt gewesen, sagte Schneider: „Dementsprechend gab es auch weniger Arbeitsplatzwechsel und damit einhergehende Zuzüge nach Frankfurt, auch aus dem Ausland.“

Für das laufende Jahr ist laut Schneider sogar damit zu rechnen, dass die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner zurückgeht. Hintergrund sei zum einen erneut die Corona-Pandemie. Zum anderen werde nach Kommunalwahlen stets das Melderegister bereinigt. Aufgrund von unzustellbaren Wahlbenachrichtigungen fielen Menschen, die ohne Abmeldung verzogen waren, aus der Statistik.

Niederrad ist gefragt

Der Anteil der Frankfurterinnen und Frankfurter ohne deutschen Pass liegt weiterhin bei 30 Prozent. Deutlich zurück ging die Zahl der Japanerinnen und Japaner, die in der Stadt leben: um elf Prozent. Knapp sieben Prozent beträgt der Rückgang bei den Menschen, die einen südkoreanischen Pass haben. Zuzüge gab es hingegen aus Krisenregionen wie Eritrea (plus sieben Prozent) und Afghanistan (plus 6,7 Prozent). Nicht verändert hat sich, dass die meisten Frankfurter:innen ohne deutschen Pass türkische Staatsangehörige sind. Es folgen Kroatinnen und Kroaten sowie Italiener:innen.

Interessant ist auch ein Blick in die Statistik für die Stadtteile. Zuzüge verzeichneten vor allem Niederrad (plus 555), Kalbach/Riedberg (plus 375) und Bockenheim (plus 236). Hingegen zogen die Menschen aus Fechenheim (minus 286 Einwohnerinnen und Einwohner), Griesheim (minus 256) und Heddernheim (minus 230) eher weg. Der mit Abstand bevölkerungsreichste Stadtteil ist nach wie vor Sachsenhausen mit mehr als 60 000 Bewohner:innen.

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