Kinderbetreuung

Betriebsräte schlagen Alarm

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Beschäftigte in Frankfurter Kindereinrichtungen „am Limit“. Sie fordern die Politik zum Handeln auf.

Die Betriebsräte mehrerer freier Träger in der Kinderbetreuung in Frankfurt schlagen Alarm. Die Beschäftigten in Kindertagesstätten und Schulbetreuungen seien wegen der Pandemie „am Limit“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Unterzeichnet haben sie die Betriebsräte der ASB Lehrerkooperative, des BVZ, des Internationalen Familienzentrums, der Mainkrokodile und des Sozialpädagogischen Vereins.

„Die Zahl der positiven Fälle und Verdachtsfälle steigt kontinuierlich an“, schreiben die Vertretungen der Beschäftigten. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen seien wegen der Infektionsgefahr in großer Sorge. Hinzu komme steigende Belastung durch Umsetzung der Hygieneregeln, stundenlanges Arbeiten mit Gesichtsmaske in den Schulbetreuungen und Auseinandersetzungen mit Eltern über die Einhaltung der Hygieneregeln. Zitiert wird eine Beschäftigte: „Wenn die Kinder aus dem Unterricht in die Betreuung kommen, gleicht das, was sie im Gesicht tragen, eher einem nassen und verschnupften Lappen als einer Mund-Nasen-Bedeckung.“

Die Betriebsräte fordern, dass Kontaktpersonen von infizierten Kindern in Quarantäne geschickt werden. Zudem sollen das hessische Kultusministerium und das Frankfurter Stadtschulamt verbindliche Regeln festlegen, ab welchen Infektionszahlen Klassen geteilt werden müssen. „Infektions- und Gesundheitsschutz“ müssten jetzt oberste Priorität haben: „Denn nur so können die Einrichtungen ihre Arbeit auch unter Pandemiebedingungen aufrechterhalten.“

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