Mobile Sperren

Betonquader bleiben vorerst im Frankfurter Stadtbild

  • schließen

Die Stadt verspürt bei einer dauerhaften Lösung gegen Terrorabwehr keinen Zeitdruck.

Die großen Betonquader in der City werden dem Frankfurter Stadtbild auf absehbare Zeit erhalten bleiben. Der Magistrat bemüht sich zwar um Dauerlösungen, um die unschönen Provisorien zu entfernen, es gebe aber derzeit keinen Zeitplan für den Rückbau, räumte eine Sprecherin des Sicherheitsdezernats am Montag ein. Die Stadt hatte im Januar 2018 mobile Betonsperren an der Alten Oper, der Freßgass und der Hauptwache errichten lassen. Im Oktober vergangenen Jahres stellten die Dezernate Sicherheit und Verkehr dann gemeinsam crashsichere Möbel vor, die für eine Dauerlösung in Frage kämen.

Ein speziell beauftragtes Ingenieurbüro hatte mögliche Varianten präsentiert. Crashgetestete Fahrradständer, Sitzbänke und Blumenkübel sollen durch eine gewisse Einbautiefe Schutz vor Fahrzeugen bieten, mit denen Attentate geplant werden könnten.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) zeigte sich von den Angeboten angetan und kündigte an, es werde noch etwa ein halbes Jahr vergehen, bis formschöne Stadtmöbel oder versenkbare Poller die derzeitigen grauen Betonquader ersetzen könnten.

Doch fünf Monate später zeigt sich, welch langwierige Prozedur die Abstimmung der einzelnen Ämter ist. Alle betroffenen städtischen Ämter hätten sich „mit ihrer fachlichen Expertise eingebracht, abgestimmt und detaillierte Pläne erarbeitet“, heißt es in einem aktuellen Bericht des Magistrats an die Stadtverordneten. Weiter heißt es, dass die Dauerlösungen teuer seien und daher für das Projekt Fördergelder der EU beantragt werden sollen. In dem Bericht klingt zudem an, dass auf versenkbare Poller wohl ganz verzichtet werden soll. Stattdessen werden feste gestalterische Module empfohlen, dies habe die Erfahrung aus anderen Städten gezeigt. Denn damit würde ein vor Festen und Märkten immer wiederkehrender Auf- und Abbau entfallen. Versenkbare Poller müssten zudem personell betreut werden, auch oder gerade an Wochenenden. Zeitdruck gebe es jetzt aber keinen, betonte die Sprecherin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare