Frankfurt

Besserer Service für Ausländer in Frankfurt

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Die Ausländervertretung und mehrere Hochschulen fordern, den Service der Ausländerbehörde zu verbessern.

Die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) fordert zusammen mit Hochschulen und Konsulaten einen besseren Service für Menschen, die sich mit ihren Anliegen an die Ausländerbehörde wenden müssen.

In einer Anregung an die Stadtverordentenversammlung, die das Gremium in der vergangenen Woche beschlossen hat, wird der Magistrat gebeten, im Wartebereich der Ausländerbehörde schnellstmöglich öffentliches, frei zugängliches WLAN einzurichten. Zur Begründung führt die KAV die extrem langen Wartezeiten der Ausländerbehörde von bis zu zehn Stunden an, über die auch die Frankfurter Rundschau schon mehrfach berichtet hatte. Frei zugängliche WLAN-Netze seien europaweit in vielen Wartebereichen von Ämtern Standard und könnten helfen, den Wartenden die Zeit ein wenig angenehmer zu gestalten.

Außerdem, so heißt es in einer weiteren Anregung, sollten alle von den Antragstellerinnen und Antragstellern auszufüllenden Formulare um mindestens eine englische Übersetzung ergänzt werden, wie dies in vielen anderen deutschen Städten bereits erfolgreich umgesetzt worden sei. Dies könne helfen, Fragen und mögliche Fehler bei der Antragstellung zu reduzieren. Englisch sei als Zweitsprache weitverbreitet und biete die Chance, im Bedarfsfall schneller Übersetzungshilfen zu erhalten.

Die vom Vorsitzenden der KAV, Jumas Medoff, gezeichneten Papiere sind Teil eines Beschlusspakets mit dem Titel „Endlich Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger mit Respekt behandeln“. Die Anregungen wurden gemeinsam mit der Goethe-Universität, der University of Applied Sciences, der Städelschule, dem Studienkolleg sowie den Generalkonsulaten von Bosnien-Herzegowina, Indien, Thailand und Algerien ausgearbeitet.

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