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Isomatten und grelles Licht. Das soll sich bald ? zumindest etwas ? ändern.

Obdachlose in Frankfurt

Bessere Schlafmatten

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Es gibt Veränderungen in der neuen Notübernachtung in Frankfurt. Ziel ist ein niedrigschwelliges Angebot für Obdachlose.

Das Sozialdezernat und der stadtnahe Verein für soziale Heimstätten bemühen sich um eine Verbesserung der neuen Notübernachtung für obdachlose Menschen am Eschenheimer Tor. Anfang November war das niedrigschwellige Angebot, das zuvor fast 20 Jahre an der Hauptwache angesiedelt war, in neue Räume in der B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor gezogen. Bis zu 150 Menschen können dort jede Nacht von 22 bis 6 Uhr der Kälte entfliehen und auf dem Fußboden übernachten.

Ein Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamts teilte der Frankfurter Rundschau am Freitag auf Nachfrage mit, dass man momentan einige Veränderungen umsetze. So könnten jetzt Teile der Notübernachtung abgedunkelt werden, was von den Nutzern sehr positiv aufgenommen werde. Zuvor hatte dort aus technischen Gründen die ganze Nacht helles Neonlicht gebrannt. Ab Januar bekämen alle Übernachter zudem bessere Schlafunterlagen zur Verfügung gestellt, hieß es – bisher hatten sie lediglich Isomatten zum Schlafen erhalten. Den Angaben zufolge wird außerdem noch geprüft, ob die Übernachter später geweckt werden können. Bisher endet die Nachtruhe in der Notübernachtung schon um 5.30 Uhr am frühen Morgen. Das Sozialdezernat hatte bereits bei der Eröffnung der neuen Räume im November betont, dass man das Angebot im Laufe des Winters weiterentwickeln wolle.

Die Zahl der obdachlosen Nutzer liege derzeit konstant bei rund 100 Menschen pro Nacht, hieß es aus dem Jugend- und Sozialamt weiter. Die bisher höchste Auslastung in diesem Winter habe die Einrichtung am 4. Dezember gehabt, als 122 Menschen am Eschenheimer Tor die Nacht verbracht hätten.

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