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Die Personalknappheit war auch Thema der Demonstration.
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Die Personalknappheit war auch Thema der Demonstration.

Tarifverhandlungen

Beschäftigte der Frankfurter Uniklinik erneut im Streik

Am Uniklinikum Frankfurt gibt es vor den Tarifverhandlungen am Wochenende Solidaritätsbekundungen für die Kliniken in den anderen Bundesländern.

Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am kommenden Wochenende erhöhen Tarifbeschäftigte der Länder bundesweit mit Arbeitsniederlegungen den Druck auf die Arbeitgeber. Auch an der Uniklinik in Frankfurt streikten am Mittwoch und Donnerstag etwa 350 bis 400 Beschäftigte.

Das Land Hessen stieg bereits 2004 aus der TdL aus und ist somit nicht von den jetzt laufenden Verhandlungen betroffen. Eine besondere Ausnahme ist nach Angaben von Verdi Hessen aber das Uniklinikum in Frankfurt. Zwar sind die Tarifbeschäftigten dort nicht unter dem Tarifvertrag der deutschen Länder angestellt, jedoch sei der Tarifvertrag der Universitätsklinik Frankfurt (TV-UKF) in der Vergangenheit nahezu deckungsgleich von den Vereinbarungen der TdL übernommen worden. Die Pressestelle der Uniklinik bezeichnet dieses Vorgehen eher als eine „Anlehnung“ und sieht den Warnstreik mehr als Solidaritätsbekundung. Außerdem macht Claudia Schroth, Sprecherin der Uniklinik deutlich, dass es „eine politische Rahmensetzung braucht, die die Arbeit in der Pflege und den Gesundheitsfachberufen so attraktiv macht, dass sich ausreichend viele Menschen für dieses wichtige Berufsfeld entscheiden“ und weniger die Ergebnisse einer Tarifrunde, die Arbeitsbedingungen verbessern würden.

Die Pflegekräfte am Uniklinikum, die nun schon das zweite Mal in diesem Monat für bessere Löhne und mehr Personal auf die Straße gegangen sind, dürfte die Debatte über die unmittelbare Betroffenheit, bezogen auf die tariflichen Vereinbarungen, weniger interessieren. Sie haben in der Vergangenheit erlebt, dass eine Änderung des Tarifvertrages der Länder bisher immer auch direkte Konsequenzen für ihren Arbeitsalltag mitbrachte. Außerdem sei es den Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege unabhängig von den Tarifverhandlungen wichtig, auf die prekäre Situation auf den Stationen aufmerksam zu machen, so Gewerkschaftssekretärin Hilke Sauthof-Schäfer. „Was viele während der zwei Streiktage zum Ausdruck brachten ist die Belastung, die immer mehr zunimmt. In der Pflege stehen immer weniger Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung.“ Dies sei ein zentraler Punkt, warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen sei, sich noch einmal Gehör zu verschaffen.

Von Anna Laura Müller

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