Bernd Reisig (l.) und sein Ko-Moderator Corny Littmann.
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Bernd Reisig (l.) und sein Ko-Moderator Corny Littmann.

"Bembel & Gebabbel"

Bernd Reisig babbelt auf der Reeperbahn

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
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Mit seiner Internet-Talkshow macht der Ex-FSV-Manager einen Ausflug nach Hamburg. Mit dabei: Theatermacher Corny Littmann.

Udo Lindenberg geht in keine Talkshows. Eigentlich. Doch jetzt macht die 72-jährige Rocklegende eine Ausnahme. „Er sitzt zwar nicht mit uns am Tisch, aber er ist in der Sendung dabei.“ So formuliert es Bernd Reisig, der mit seiner erfolgreichen Internet-Talkshow „Bembel & Gebabbel“ jetzt einen Schritt weiter geht. Zum ersten Mal verlässt er Hessen. Der Frankfurter geht mit seiner Sendung nach Hamburg auf die Reeperbahn. Ein zunächst einmaliger Spaß-Ausflug.

Dafür erhält der Ex-Manager des FSV Frankfurt Unterstützung von Theaterbetreiber Corny Littmann (Schmidt Theater, Schmidts Tivoli). Mit ihm wird er den Abend als Gastgeber bestreiten; die Sendung wird am 2. August im „Schmidtchen“ aufgezeichnet.

„Gut 200 Leute passen rein, schon die Hälfte der Tickets sind weg“, erzählt Bernd Reisig am Montag bei der Pressekonferenz im Fleming’s Hotel am Eschenheimer Tor. Littmann war zu Gast bei seiner Sendung in Frankfurt, dabei merkten die beiden, dass die Kombination Spaß macht. „Und schon da hat Littmann die Moderation fast übernommen und den Gästen Fragen gestellt“, erzählt Reisig und lacht.

500 Liter Ebbelwei und Udo Lindenberg sind dabei

Littmann, der ehemalige Präsident des FC St. Pauli, ist auch derjenige, der Lindenberg in die Sendung holt. „Ich bin seit vielen Jahren gut mit Udo befreundet, deswegen kommt er. Ansonsten meidet er Talkshows“, betont Littmann. Außerdem ist Littmann Initiator und einer der Hauptinvestoren von „Panik City“ im Klubhaus St. Pauli, direkt gegenüber von seinem Theater gelegen: Das im März eröffnete „Udo Lindenberg Experience“ ist ein 700 Quadratmeter großes Multimedia-Museum.

Ob der Altrocker am Abend Ebbelwei statt Eierlikör gurgeln wird, ist noch unklar. Littmann selbst mag das Stöffche jedenfalls nicht. Also gar nicht. Er wird sich ein eigenes Getränk mitbringen. „Astra-Bier oder Rotwein“, sagt der 65-Jährige. „Er ist auch der Einzige, der während der Sendung rauchen darf“, fügt Reisig hinzu. „Für die anderen Gäste und das Publikum werden per Lastwagen 500 Flaschen Ebbelwei importiert.

Auch Mary Roos und Kevin Kühnert babbeln mit

„Es wird aber auch ansonsten eine wilde, eine anarchistische Sendung“, verspricht Reisig. Ohne Skript, alles frei Schnauze. Reisig betont selbst, dass ihn in Hamburg „kein Schwein“ kenne, die Leute aber wegen der Gäste auf jeden Fall kämen. „Hessen bringt das Getränk, wir das Theater“, sagt Littmann und lacht. Neben Lindenberg wird auch Kevin Kühnert dabei sein; der Juso-Chef wird sogar direkt am Tisch Platz nehmen.

Bei der Pressekonferenz in Frankfurt ist er schon mal live aus Berlin zugeschaltet. Er erzählt, dass er sich nicht nur auf das sehr lockere Talkshowformat freue, sondern auch, dass er bis heute großer Fan von Tennis Borussia Berlin ist. Und als solcher würde er sich als Talkshow-Mitbestreiter über Fußballtrainer Winfried Schäfer freuen. „Er hat mal TeBe trainiert“, sagt er. Reisig erwidert: „Winnie Schäfer kenne ich gut, da kann man was machen.“ Diesmal aber sind andere Gäste am Start. Unter anderem Schlagersängerin Mary Roos.

„Viele glauben, sie sei abgeschrieben, dabei feiert sie gerade ein großes Comeback“, erzählt Littmann. Die 69-Jährige wirkt am beliebten TV-Format „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ mit und tourt erfolgreich an der Seite von Schlager-Hasser Wolfgang Trepper mit ihrem Programm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ durch die Republik. Außerdem geht sie auf große Konzert-Tournee.

Als vierter Gast kommt Travestiestar Elke Winter. „Einer der wenigen Travestiekünstler, die Bernd und ich uns gerne anschauen“, sagt Littmann und betont: „Es gibt welche, die optisch zwar mehr hermachen, aber wir haben uns für die intelligentere, wortreiche Alternative entschieden.“ Er lacht.

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