Berkersheim

Weniger Schwerlaster

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Die Deutsche Bahn lässt den Baustellenverkehr künftig erst ab 8 Uhr durch den Ortskern fahren. Ende des Jahres steigt die Zahl der Fahrten aber signifikant.

In den kommenden Monaten könnte es etwas ruhiger in Berkersheim werden. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass es fortan weniger Lastwagen-Fahrten zur Baustelle an den Gleisen geben werde.

Wie ein Sprecher der Bahn bestätigt, habe es in den vergangenen Wochen etwa 40 Fahrten pro Tag durch den Ortskern gegeben. Ende März seien die Bodenverbesserungsarbeiten abgeschlossen worden, sodass sich die Zahl der Fahrten künftig reduzieren werde.

Überdies hat die Bahn weitere Vorkehrungen getroffen, damit die Fahrten möglichst keine Gefahr für Passanten darstellen. So sei die Baufirma beauftragt worden, dass der Baustellenverkehr erst nach 8 Uhr beginnt. Dann, so der Bahnsprecher, „haben die meisten Schüler den Weg zur Schule absolviert“. Die Fahrer sollen nicht schneller als Tempo 30 fahren. Rund um die Berkersheimer Bahnstraße soll die Höchstgeschwindigkeit bei maximal 10 Kilometer pro Stunde liegen.

Eine Anfrage bei der Stadt Frankfurt nach – erwachsenen – Schülerlotsen läuft. Und seit dem 15. März liegt eine aktualisierte verkehrsrechtliche Anordnung der Stadt vor, nach der der Bürgersteig mittels Leitschwellen und Minibarken von der Fahrbahn räumlich klar getrennt wird.

Ob das alles reicht, um die Gemüter in Berkersheim zu beruhigen, wird sich zeigen. Seit Wochen beschweren sich Bewohner und Ortsbeirat über zu schnell und rücksichtlos fahrende Schwerlaster im nördlichen Stadtteil, die die Baustelle der Bahn am S-Bahnhof Berkersheim bedienen.

Die Bahn sucht weiterhin das Gespräch mit den betroffenen Ortsbeiräten im Frankfurter Norden. Robert Lange, CDU-Ortsvorsteher im Ortsbeirat 10, zu dem Berkersheim gehört, schlägt zudem einen Vor-Ort-Termin mit Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am S-Bahnhof Berkersheim vor, „um sich die schwierige Verkehrssituation noch einmal persönlich anzusehen“, wie er sagt.

Ende des Jahres sollen täglich bis zu 200 Lastwagen-Fahrten durch den Frankfurter Norden stattfinden. Laut eines Bahn-Sprechers ist geplant, diese auf die Stadtteile aufzuteilen, so dass nicht ein Viertel allein den Verkehr aushalten muss.

Darüber hinaus fordert der Ortsbeirat 10 den Magistrat auf, zu prüfen, ob die derzeit „massiven Eingriffe“ der Bahn in den Grüngürtel für den Gleisausbau durch Ausgleichsmaßnahmen ersetzt werden können. Dazu stellt die Bahn klar: Alle Umwelteingriffe „werden im Zuge des Gesamtprojekts ausgeglichen“.

Aktuelle Arbeiten

In Berkersheim fanden zuletzt Arbeiten entlang des Bahndamms statt, der auf vier Gleise erweitert wird. Dabei wurden Kies und Schotter in den Boden eingebracht, um die Lasten des Bauwerks zu tragen. 

In Harheim laufen seit Anfang Februar die vorbereitenden Arbeiten an der Harheimer Brücke, die neu entstehen soll. In den nächsten Wochen gehen dort die Tiefbauarbeiten weiter. 

In Bad Vilbel wird derzeit die Eisenbahnüberführung (EÜ) „Homburger Straße“ verbreitert. 

In Ginnheim erhält die Eisenbahnüberführung „Reichelstraße“ einen neuen Überbau rechts der bestehenden Bahnlinie. 

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