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Die neue Reithalle an der Nidda in Berkersheim.

Berkersheim

Richtfest für Reithalle

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Der Reit- und Fahrverein Niddertal musste mehrere Monate ausweichen, weil seine Halle dem Ausbau der Main-Weser-Bahn zum Opfer fiel. Zeitgleich entstand direkt neben dem alten Standort eine neue Reithalle. Am Mittwoch, 25. September, ist Richtfest.

Seit vergangenen Woche wird sie errichtet, am heutigen Mittwoch ist Richtfest: Der Reit- und Fahrverein Niddertal bekommt eine neue Reithalle. Seit Anfang April 2018 warten die Mitglieder darauf. Damals war die alte Reithalle auf Höhe der Straße Im Wiesengarten, abgerissen worden. Grund war der Ausbau der Main-Weser-Strecke, deren Gleise direkt neben der Halle verläuft. Die Bahn benötigte das Gelände des Vereins zur Dammverbreiterung, zur Errichtung einer Baustraße und als Baustelleneinrichtungsfläche.

Schon damals wurde angestrebt, direkt nebenan eine neue Halle zu bauen. In der vergangenen Woche wurden nun die Teile für die in Fertigbauweise zu errichtenden Halle angeliefert, die Montage hat begonnen. Der Aufbau könnte nach Angaben der Bauherrin Petra Katzenbach bereits in der kommenden Woche beendet sein. Der Betrieb startet aber nicht direkt, da erst noch die „Inneneinrichtung“ erfolgt, wie es Katzenbach nennt, „also die Reitbanden, die Beleuchtung und andere Dinge“. Sie hofft, „dass wir ab November in der Halle reiten können“.

Katzenbach selbst wird das dann tun, denn sie ist bereits seit 1973 Mitglied des Reit- und Fahrvereins. Ihr Vater hatte ein Jahr zuvor die alte Halle gemeinsam mit einigen Pferdeliebhabern gebaut. Diese Eigentümergemeinschaft, zu der Petra Katzenbacher nach einer Überschreibung auch gehörte, schrumpfte im Laufe der Jahre auf vier Mitglieder; darunter Katzenbach.

Nun hat sie das Gelände von der Bahn zurück gekauft und vermietet es an den Reitverein. Das macht sie, wie sie sagt, „aus Liebe zum Pferd, zu meinem Verein und zu Berkersheim“. Diese Liebe teilt auch Lothar Bastian, Vorsitzender des Vereins. Er freut sich sehr auf die neue Halle, die von der Gesamtfläche her größer sein wird als die alte, weil diesmal ein Eingangsbereich dazugehören wird, wie Bastian sagt. „Eventuell können wir dort sogar einmal eine kleine Tribüne errichten.“ Die eigentliche Reitfläche sei genauso groß wie vorher, 20 mal 40 Meter.

Seit Abriss der alten Halle kommen die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Niddertal in der benachbarten Halle der Familie Engelhardt unter. „Das hat alles reibungslos bisher funktioniert“, so Bastian. Auch die Zusammenarbeit mit der Bahn und den beteiligten Firmen sei „ausgezeichnet“ gewesen, er sei „rundherum zufrieden“.

Einbußen musste der Verein nicht hinnehmen. Das Training lief normal weiter, es konnten ausreichend Zeiten angeboten werden. Turniere standen weder 2018 noch in diesem Jahr auf dem Programm, so dass der Rasenplatz, der sonst dafür benötigt würde, als Springplatz dienen konnte.

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