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2015 stand bereits eine Ampel am Heiligenstockweg.

Verkehr in Frankfurt

Neuer Anlauf für Pförtnerampel

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Am Heiligenstockweg im Frankfurter Stadtteil Berkersheim soll erneut der Schleichverkehr eingedämmt werden. 2015 stand dort bereits eine Ampel.

Die Befürworter einer Pförtnerampel am Heiligenstockweg wagen einen neuen Anlauf. Nachdem die hessische Landesregierung angekündigt hat, wegen der Diesel-Problematik Fahrverbote auf fünf Straßen in Frankfurt anzuordnen und in diesem Zuge auch auf Pförtnerampeln zu setzen, soll genau dieses Instrument auch wieder zur Verkehrsberuhigung in Berkersheim beitragen.

Um den Heiligenstockweg gibt es seit Jahrzehnten Diskussion. Er dient oft als Abkürzung für Autofahrer zwischen Bad Vilbel und Frankfurt. Ideen, diesen Schleichverkehr zu beenden, gab es schon viele. Einbahnstraße, Sperrungen, einengender Fahrradweg. Sogar eine Schranke wurde bereits installiert, in den 70ern. Die wurde damals einfach von resoluten Bürgern zerstört.

Einig waren sich viele im Stadtteil und Ortsbeirat bei der Pförtnerampel. So eine stand sogar einmal im Jahr 2015 für drei Monate an der Straße, musste aber letztlich wegen einer Verordnung des Regierungspräsidiums wieder abmontiert werden.

Laut dieser Verordnung seien diese Ampeln nicht zulässig, Verkehrsströme durch verlängerte Rotzeiten „künstlich zu drosseln“ oder „zusätzliche Gefahrenquellen zu schaffen“. Sie müssen der „Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses dienen“ und Teil eines „abgestimmtes Gesamtkonzepts“ sein, hieß es damals.

Für das hessische Verkehrsministerium stellt das nun keine Hürde dar: „Die Erlasslage schließt Pförtnerampeln als Teil der Luftreinhalteplanung keineswegs aus. Selbstverständlich sind Platzierung und Signalfolge so zu regeln, dass sie das angestrebte Ziel erreichen, ohne dabei Gefahrenquellen zu schaffen“, sagt Sprecher Wolfgang Harms.

Und da sieht zum Beispiel die Bürgerinitiative „Berkersheim gerecht“ ihre Chance. Ihr Sprecher Günther Häfner fordert, dass es nun einen Praxistest am Heiligenstockweg geben soll.

Ein in diese Richtung gehender Antrag der SPD wurde dann auch am Dienstag im Ortsbeirat einstimmig beschlossen. Der Magistrat soll prüfen, ob der Verkehrszufluss in die Stadt durch eine entsprechende Ampelanlage am Heiligenstock effektiver und effizienter reguliert werden kann. Denn, so die Begründung, die Umweltzone beginne bereits an der Kreuzung Homburger Landstraße/Am Dachsberg, die über den Heiligenstockweg bereits rege angefahren werde.

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