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Nächster Versuch für die Pförtnerampel

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Von: Fabian Böker

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Noch schleichen sie auf dem Heiligenstockweg.
Noch schleichen sie auf dem Heiligenstockweg. © Andreas Arnold

Verkehr auf dem Heiligenstockweg: SPD unternimmt neuen Anlauf gegen Erlass des Ministeriums. Die Grünen wollen eine Rad- und Landwirtschaftsweg.

Um ein Mittel gegen den Schleichverkehr auf dem Heiligenstockweg ringt die Politik schon lange. Schranke, Sperrung, Einbahnstraße: Die Liste der Ideen ist lang. Nun haben SPD und Grüne wieder einen Anlauf gestartet. Während die Grünen die Straße zu einem Rad- und Landwirtschaftsweg umbauen lassen wollen, bringen die Sozialdemokraten erneut eine sogenannte Pförtnerampel ins Gespräch.

Mit der Ampel soll der Zufluss von der Friedberger Landstraße auf den Heiligenstockweg gesteuert werden. Das Problem: Sie ist nach einem Erlass des Hessischen Verkehrsministeriums von 2015 nicht mehr zulässig. „Mit Lichtzeichenanlagen dürfen keine zusätzlichen Gefahrenlagen geschaffen werden“, heißt es da. Und weiter: „Signalprogramme sind grundsätzlich auf die tatsächliche Verkehrsnachfrage abzustimmen. Künstlich verkürzte Grünzeiten oder verlängerte Rotzeiten mit dem Ziel, unerwünschte Verkehrsströme durch erzwungene Rückstaubildung zu drosseln, stehen hierzu im Widerspruch.“

Aufgestellt werden soll die Pförtnerampel im Knick des Heiligenstockwegs, in unmittelbarer Nähe zur Friedberger Landstraße. Die Idee ist nicht neu. Schon 2015 gab es eine dreimonatige Testphase mit einer „Pförtnerampel“. Von Juli bis Oktober wurde der Verkehr dadurch geregelt; eine begleitende Verkehrszählung ergab, dass die Anzahl der Autos pro Stunde auf der Straße weder zu- noch abgenommen habe. Dennoch wollte der Ortsbeirat eine erneute Testphase, doch dann kam der Ministeriums-Erlass.

Das hat die SPD im Ortsbeirat auf den Plan gerufen. „Gegen einen solchen Erlass muss es für eine Stadt möglich sein, Einspruch einzulegen. Genau das erhoffen wir uns nun“, sagt Stephan Kuhn. Der Erlass sei ein typische Beispiel „für Bürokratie am Bürger vorbei“. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Grünen angenommen.

Die Grünen wiederum plädieren für eine andere Lösung. Sie wollen, dass der Magistrat prüft, ob „der Umbau des Heiligenstockwegs zur alleinigen Nutzung als Radweg und für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu verwirklichen ist“. Damit könne angesichts der zahlreichen schon gescheiterten Möglichkeiten der Autoverkehr ganz verhindert werden. Auch dieser Antrag fand eine Mehrheit.

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