Die neue Grundschule sollte nach den Sommerferien in Betrieb gehen.
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Die neue Grundschule sollte nach den Sommerferien in Betrieb gehen.

Kinder in Frankfurt

Kinderbetreuung in Berkersheim gesichert

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Alle Grundschüler im Frankfurter Stadtteil Berkersheim bekommen nach den Sommerferien einen Hortplatz in Containern. Die neue Grundschule öffnet aber erst im Winter.

Die neue Grundschule sollte nach den Sommerferien in Betrieb gehen. Dieser Termin wird nicht eingehalten. „Die bauliche Fertigstellung ist für den 1. November geplant, anschließend kann die Möblierung und Einrichtung erfolgen“, teilt Jasmin Daus vom Amt für Bau und Immobilien mit.

Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Schon zum neuen Schuljahr bekommen alle Grundschulkinder in Berkersheim einen Hortplatz. Aus diesem Grund wird gegenüber des neuen Schulstandorts am Schwarzen Platz, zwischen den Straßen In den Gräben und Im Klingenfeld, eine zweigeschossige Containeranlage aufgestellt. Diesen Vorschlag des Amtes hat der Ortsbeirat 10 am Dienstag einstimmig angenommen.

Nicole Seipel, die mit einer Elterninitiative seit 2016 für mehr Betreuungsplätze im Stadtteil gekämpft hatte, ist froh. Alle Familien, die einen Platz gesucht haben, bekommen nun auch einen. Sogar diejenigen, die im vergangenen Jahr das nur teilweise beliebte Angebot einer Betreuung an der Albert-Schweitzer-Schule am Frankfurter Berg angenommen haben, wurden berücksichtigt.

Gänzlich zufrieden ist Seipel dennoch nicht. Es bleiben lange Wege vom aktuellen Standort der Grundschule an der Berkersheimer Untergasse zu den Containern. Außerdem „haben wir schon ganz am Anfang eine Containerlösung vorgeschlagen, die wurde damals abgelehnt.“ Und generell wäre es ihr lieber gewesen, die neue Schule wäre zum geplanten Termin fertig gewesen. Aber, so ihr Fazit: „Lieber so als weiterhin zu wenig Plätze.“

So sieht es auch Ortsvorsteher Robert Lange (CDU). „Wir haben ganz Berkersheim dafür auf den Kopf gestellt und sind froh, jetzt endlich eine Lösung zu haben“, sagt er. Hätte man den Vorschlag jetzt abgelehnt, „wäre das ein völlig falsches Zeichen“.

Tanja Jakob, Kinderbeauftragte für Berkersheim, stimmt ihm da zu. Sie verweist auf die drei neuen ersten Klassen, die zum kommenden Schuljahr an die Grundschule kommen, und freut sich, dass darüber hinaus auch Zweit- und Drittklässler einen Betreuungsplatz bekommen.

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