Die Theatergruppe „Lempenfieber“ bei der Probe in der Gaststätte „Zum Lemp“ in Berkersheim.
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Die Theatergruppe „Lempenfieber“ bei der Probe in der Gaststätte „Zum Lemp“ in Berkersheim.

Berkersheim

Die Proben gehen weiter

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Beim Theater Lempenfieber hofft man auf eine Premiere im Dezember. Sollte sie stattfinden, wäre sie bereits ausverkauft.

Sie hatten gerade wieder Hoffnung auf einen – wenn auch eingeschränkten – Spielbetrieb. Doch im Zuge der neuen Corona-Maßnahmen mussten die Verantwortlichen des Berkersheimer Theaters Lempenfieber wieder schließen.

Eigentlich sollte am heutigen Freitag die Premiere des neuen Stücks „Schatz, die Plätzchen brennen“ gefeiert werden. Wie bisher auch mit 35 Zuschauern und Zuschauerinnen, die unter Einhaltung der Abstandsregeln im Theatersaal Platz finden. Doch daraus wird nichts. Sabine Koch, die zusammen mit ihrem Ehemann Sven Eric Panitz das Theater leitet, lässt sich davon aber nicht entmutigen. „Wir haben uns entschlossen, unser Weihnachtsstück weiter einzuproben, in der Hoffnung, dass wir die verschobene Premiere am 4. Dezember nachholen können“, sagt die Schauspielerin. Sollte die Premiere dann stattfinden, wäre sie bereits ausverkauft.

Allerdings ist Koch auch bewusst, dass diese Hoffnung trügerisch sein kann. Falls weitere Regelungen beschlossen werden sollten, die über den November hinaus gehen, steht das Theater, das es seit 2001 gibt, an einem Wendepunkt. Denn dann „werden wir das saisonale Stück canceln müssen und beantragen – und das zum ersten Mal – die Überbrückungshilfe, damit wenigstens unsere bereits entstandenen Kosten und Probenpauschalen gedeckt sind“, so Koch.

Dabei waren Koch, Panitz sowie die anderen Schauspieler und Schauspielerinnen guter Dinge, nachdem die Theatersaison Ende September wieder begonnen hatte. Zwar nur mit einem Drittel der regulären Zuschauerzahl, aber für die Verantwortlichen war nach einigen Aufführungen klar: „Mit der momentanen Auslastung werden wir noch eine Zeit lang überleben können.“ Denn von den Gästen habe man ausschließlich gutes Feedback bekommen.

Das habe, so Koch, auch an der „wirklich fantastischen Zusammenarbeit“ mit dem Gasthaus Zum Lemp gelegen, auf dessen Grundstück sich das Theater befindet. Entsprechend den Hygieneregeln seien die Gäste an großen Tischen platziert worden, wo sie bereits vor der Vorstellung essen konnten. Viele hätten anschließend gesagt, „dass sie einen solchen Abend mit Leibes- und Seelenspeise in Form guten Essens und sehr unterhaltsamen Theaters sehr genießen“, erzählt die Theaterleiterin.

Und so zieht Sabine Koch ein positives Fazit: „Wir geben die Hoffnung nicht auf – und die Erfahrung der letzten Vorstellungen unter den neuen Bedingungen haben gezeigt, dass unser Publikum selbst mit Maske noch herzhaft lachen und für ein paar Momente die schwierige Zeit vergessen kann.“

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