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Momem-Gründer Alex Azary im neuen Ambiente, gestaltet vom Atelier Markgraph.
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Momem-Gründer Alex Azary im neuen Ambiente, gestaltet vom Atelier Markgraph.

Museum für elektronische Musik

„Bergfest“ im Frankfurter Momem

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Innenausbau fürs Elektromusikmuseum ist offiziell fertig, doch das Warten geht weiter. Zur Eröffnung soll es etwas Außergewöhnliches geben.

Was gibt’s Neues vom Momem, dem Museum für moderne elektronische Musik? Dazu gleich mehr. Jetzt genießen wir erst einmal den herrlichen Dienstagnachmittag in der Stadt bei sommerlichen Temperaturen.

Im bisweilen despektierlich „Loch“ genannten Zwischengeschoss der B-Ebene haben sich zehn, zwölf Journalistinnen und Journalisten versammelt, zu schauen, was sich hinter den geheimnisvollen Glaswänden des Momem tut. Vor knapp sechs Jahren auf der Musikmesse ausgeschellt, wartet es seither auf seine Verwirklichung, zuletzt der Seuche wegen.

Unter die Wartenden gesellt sich am Dienstag die Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Sie werde immer melancholisch, wenn sie hier stehe, sagt sie, so nahe dem Rundschau-Haus, das natürlich längst nicht mehr ist, in dem sie einst als Feuilletonredakteurin arbeitete. Die Gegend, das ehemalige Verlagshaus, die kuriose zentrale Baukonstruktion zu Füßen des Katharinenkirchturms, das alles sei für sie das alte Frankfurt. Doch träfen sich hier Vergangenheit und Zukunft in der globalsten Stadt Deutschlands: „An diesem Ort wird mal richtig was los sein.“

Nämlich: das Momem. Die Spannung unter den Reporterinnen und Reportern wächst – was werden sie heute sehen, drinnen, nach all den Jahren?

Oberbürgermeister Peter Feldmann (ebenfalls SPD) ist gekommen, die Menschen zu begrüßen und zu informieren. Es sei drinnen fast wie in einem Club, sagt er. Dort gehe es um die Musik, die Frankfurt weltbekannt gemacht habe. „Wenn wir mit dem kleinen Pikser durch sind“, sprich: geimpft, Corona im Griff, „dann werden wir hier Feste feiern.“ Im ehemaligen Kindermuseum, das der Verein Freunde des Momem um Gründer Alex Azary umgebaut hat, wofür ihm Feldmann ausdrücklich dankt. „Wir haben einen Kontext geschaffen, in dem wir unterschiedliche Strukturen der Clubkultur sichtbar machen“, sagt Azary. Und dann: hinein.

Es gibt ein Ambiente

Drinnen sieht man, es ist in erster Linie: leer. Durchaus ein Fortschritt, denn bei vorangegangenen Besuchen dominierten die Räume noch Strukturen, wie sie Kindermuseen eben brauchen, aber kein Elektromusikmuseum. Dem kommen wir jetzt näher im hallenartigen, dunklen Ambiente mit winkelförmigen, dimmbaren Leuchten im Boden, an Säulen und an der Decke. Ein Ambiente. Das ist schon mal was. Vorn am Eingang steht ein Tresen, aus Subwoofern (also Tieftonlautsprechern) der Firma konstruiert, die eine maßgeschneiderte Audioanlage fürs Momem baut. Müsste demnächst fertig sein.

Der Innenausbau sei damit abgeschlossen, teilt die städtische Presseabteilung mit: „Bergfest“. Feldmann: Fehlt nur noch „eine anständige Eröffnung“.

Draußen vor dem Momem soll ein toller urbaner Platz entstehen, der die City aufwertet, Anziehungspunkt für Kulturliebhaber:innen aus nah und fern. Sobald Corona es zulässt. Dann, sagt Alex Azary, könne das Momem sofort loslegen mit einer außergewöhnlichen, besonderen Ausstellung: „Es ist alles parat.“ Was es ist, möchte er noch nicht verraten. Wir bleiben gespannt.

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