Horst Becker 2015 vor dem Heimatmuseum.
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Horst Becker 2015 vor dem Heimatmuseum.

Bergen-Enkheim

Trauer um Horst Becker

Der Leiter des Bergen-Enkheimer Heimatmuseums ist tot. Vielen im Stadtteil war er als Apfelkenner und Schelmen-Nachtwächter bekannt.

Den Schalk in den Augen, einen Zigarillo in den Händen und immer einen Spruch oder guten Tipp für Obstbaumpflege und -schnitt auf den Lippen: So kannten viele Bergen-Enkheimer Horst Becker, den Leiter des Heimatmuseums im Alten Rathaus, Apfelkenner und Schelmen-Nachtwächter.

1943 in Röttgen bei Gießen geboren, verschlug es ihn in die damals noch nicht eingemeindete Kommune Bergen-Enkheim, wo er sich einige Jahre als SPD-Stadtverordneter engagierte. Dabei kam ihm seine Ausbildung zum Berufsschullehrer mit dem Nebenfach Wirtschafts-Sozialgeschichte zugute. Aber Horst Becker war auch ein Vereinsmensch und hatte einen ausgeprägten Heimatsinn. Seine Lesungen von Stoltze-Texten und anderen Frankfurter Mundartdichtern waren legendär.

Viele Jahre war er auch Mitglied des Schelmenspiel-Ensembles und als Nachtwächter in dem alle vier Jahre aufgeführten Schwank in einer ihm geradezu auf den Leib geschriebenen Rolle zu sehen. Der Mann mit dem weißen Wirr-Haar war eben ein echtes Stadtteil-Original. Darüber hinaus leitete er das Heimatmuseum Bergen-Enkheim.

Seine Liebe galt aber auch dem Main-Äppel-Haus, das in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu seinem Lebensmittelpunkt wurde. Hier regelte er die Kassengeschäfte, gab pomologische Tipps, ein weiteres Lieblingsgebiet, produzierte eigenen Brand und betätigte sich nebenbei auch im Obst- und Gartenbauverein.

In der Nacht zum Samstag ist Horst Becker im Alter von 77 Jahren gestorben. Er hinterlässt zwei Söhne.

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