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Auf der Wiese vorm Bad war viel los.

Enkheim

Spielerisch zum Vereinssport im Riedbad

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1500 Besucher sind beim „Sports and Fun Day“ im Riedbad und in der benachbarten Sporthalle dabei.

Am fortgeschrittenen Nachmittag kommt sogar noch die Sonne raus. Zur zehnten Ausgabe des „Sports und Fun Day“ am Sonntag im Enkheimer Riedbad und der benachbarten Riedsporthalle ist es größtenteils bewölkt und etwas frisch.

So sind Wassersport-Angebote wie ein Tauchkurs trotz beheizten Beckens weniger gefragt als die zahlreichen Hüpfburgen auf der Wiese, Kisten-Klettern auf dem Parkplatz, Cross-Golf auf dem Weg zur Halle oder Tischtennis und Turnen. Die Geschwister Eva und Eunsoo sowie Johanna, Lina und Karlotta haben ihre Badesachen gleich zu Hause gelassen. „Zu kalt“, so die 13-jährige Lina. „Lustig und cool“ finden die fünf Kinder das Sportfest trotzdem. „Und man muss nix bezahlen“, sagt die neunjährige Karlotta. Sie haben schon einiges ausprobiert und fanden das gesicherte Hinaufkraxeln an einer Kletterwand am besten. Da sind sich alle einig.

Als nächstes wollen sie „Bubble-Football“ ausprobieren und dazu aufgepumpte Blasen, die überdimensionierten Wasserbällen ähneln, wie Rucksäcke überstreifen und einem Fußball nachjagen. Eine Abwandlung davon gibt es auch im Schwimmerbecken. Unter dem Namen „Zorbing“ können Besucher in luftgefüllte Blasen steigen und auf dem Wasser treiben, wo zur Eröffnung der Freibadsaison auch die ersten Schwimmer bei 27 Grad Wassertemperatur ihre Bahnen ziehen. Im Nichtschwimmerbecken sitzen Kinder in Kajaks und kleinen Tretbooten.

Auf 1500 schätzt Aljoscha Ziller, einer der beiden Initiatoren des Festes, die Besucherzahl in diesem Jahr. 2500 seien es in einem der Vorjahre gewesen. „Wir hatten schon Angst, dass wir ganz in die Halle umziehen müssen“, sagt der 29-Jährige, der das Fest mit Sascha Wilhelm vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat, um „Kinder kostenlos an Sport heranzuführen und ihn nicht klassisch als leistungsorientierten Schulsport“ zu präsentieren. Was im kleineren Rahmen auf dem Fußballplatz begann, wird mittlerweile von 125 ehrenamtlichen Helfern mitgetragen. Fünf Vereine – SG Enkheim, TV Bergen-Enkheim, der Fechenheimer Taucherverein, Germania Enkheim, bei der Ziller jahrelang Fußball gespielt hat, sowie die Freiwillige Feuerwehr – machen mit. Rund 10 000 Euro kostet das Fest, das sich je zu einem Drittel aus dem Getränke- und Essensverkauf, öffentlichen Geldern der Stadt und des Ortsbeirates sowie durch Sponsoren finanziere.

Das ist besonders gut in der Sporthalle zu sehen. Dort sind neben einer weiteren Hüpfburg und einem Luftkissen ein Trampolin, Reck, Bock und Turnmatten aufgebaut. In einer Ecke wird Badminton gespielt. Die knapp dreijährige Nika balanciert wie viele andere Kinder alleine über einen Schwebebalken. Eine Helferin schaut, dass nichts passiert. Auch Mutter Beatrice Wolf hat ein Auge auf ihre Tochter. „Sie testet sporadisch jedes Gerät aus“, sagt die 37-Jährige. Schon seit dem Vormittag seien die beiden da und hätten Vieles ausprobiert. „Ein tolles Event“, findet Wolf. Langsam mache der Akku ihrer Tochter schlapp, fügt die Triathletin hinzu. Aber zum Kinderturnen im Verein will sie Nika demnächst auf jeden Fall anmelden.

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