Seit Jahren soll das Areal Leuchte bebauut werden. Ende 2022 könnte es endlich losgehen. 
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Seit Jahren soll das Areal Leuchte bebauut werden. Ende 2022 könnte es endlich losgehen. 

Bergen-Enkheim

Nächster Schritt für Enkheimer Neubaugebiet Leuchte

  • vonJanis Berling
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Seit Jahren soll das Areal im Südosten Enkheims bebaut werden. Jetzt könnten die Arbeiten Ende 2022 endlich beginnen.

Langsam, aber sicher nimmt die Planung für das zukünftige Neubaugebiet Leuchte nach jahrelangem Stillstand Form an. So liegt nun endlich eine konkrete Bau- und Finanzierungsvorlage für die Erschließung des Gebietes im Südosten des Stadtteils vor, die in Kürze der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden soll. Die zuständigen Ausschüsse für Planung, Bau und Wohnungsbau sowie der Verkehrsausschuss haben der Vorlage bereits zugestimmt, ebenso wie die anliegenden Ortsbeiräte 11 und 16. Das die Stadtverordnetenversammlung der Vorlage zustimmen werden, gilt als wahrscheinlich.

Mit dem Beschluss der Vorlage, in der die konkrete Bauplanung für das Erschließungsgebiet und die Finanzierung der Arbeiten festgehalten wird, stände einem Beginn der Erschließung theoretisch nichts mehr im Weg. Bis zum tatsächlichen Baubeginn wird es allerdings noch ein wenig dauern, da nun zunächst eine Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten stattfinden soll. Das europaweite Ausschreibungsverfahren wird laut Ulrich Rendel vom Amt für Straßenbau und Erschließung noch rund sechs Monate in Anspruch nehmen.

Verzögerungen ist man bei der Erschließung des geplanten Neubaugebietes jedoch gewohnt, hat die Leuchte doch bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Zunächst verzögerte ein Großpopulation an Zauneidechsen die Arbeiten, die in einen Ersatzlebensraum in die alte Baumschule in Fechenheim umgesiedelt werden mussten. Später verhinderte ein gestiegener Grundwasserpegel einen Abschluss, sodass im November 2014 die Erschließung unterbrochen werden musste.

Wohnen an der Binnendüne

Das neue Wohngebiet will die Stadt über eine Sammelstraße erschließen, die von dreigeschossigen Wohnzeilen mit Staffelgeschossen flankiert wird.

Östlich und westlich der Zeilenbebauung sollen sich Wohngebiete mit Reihen- und Doppelhäusern anschließen. Entlang der öffentlichen Grünfläche sieht der Bebauungsplan dreigeschossige Stadtvillen mit Staffelgeschossen vor. Die Gebiete werden über Anliegerstraßen, die sich zu kleinen Plätzen aufweiten, erschlossen. bos

Zwar wurden die von der Grundwasserproblematik nicht betroffenen Gebiete im Juli 2015 fertiggestellt, aber ein Großteil des Projekts ruht seitdem. Die geplante Grundwasserabsenkung wurde nach einer langen Unterbrechungsphase im März des letzten Jahres beschlossen, sodass die neuen Planungen für die Erschließung beginnen konnten.

Die Bauvorlage sieht vor, das Gebiet zwischen der Rangenbergstraße, Barbarossastraße und der Straße Leuchte zu erschließen. Für das neue Gebiet ist eine Hauptdurchgangsstraße mit mehreren verkehrsberuhigten Seitenstraßen geplant, zudem sollen ausreichend Parkbereiche geschaffen werden. Ausgleichsarbeiten sollen im Fechenheimer Mainbogen und in Bergen- Enkheim vorgenommen werden.

Die Kosten für die Fortführung der Erschließung belaufen sich auf 6,7 Millionen Euro, womit die Gesamtkosten zuzüglich der Ausgaben für die bisherigen Arbeiten auf 10 Millionen Euro wachsen. Damit steigen Bau- und Baunebenkosten um 25 Prozent im Vergleich zum ursprünglichen Erschließungsplan.

Der Beginn der Erschließungsarbeiten ist nach derzeitiger Planung im Frühjahr/Sommer 2021 angesetzt. Ende 2022 soll die Erschließung dann soweit sein, das mit der Errichtung von Gebäuden begonnen werden kann.

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