Bergen-Enkheim

Mehr Bahnen für Bergen-Enkheim

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Die CDU im Ortsbeirat 16 fordert, dass der Schienenverkehr im Stadtteil ausgebaut wird. Die Fraktion befürchtet, dass vor allem Bergen ansonsten abgehängt werden könnte.

Die CDU im Ortsbeirat 16 wünscht sich einen Ausbau der schienengebundenen Verbindungen in ihrem Stadtteil. Besonders Bergen könnte sonst abgehängt werden. Die Fraktion fordert deshalb, dass Bergen-Enkheim stärker in einer Machbarkeitsstudie zum Ausbau des ÖPNV im Frankfurter Osten vertreten sein soll. Über den Antrag berät das Gremium in seiner kommenden Sitzung am Dienstag.

Die Verkehrssituation im Frankfurter Osten wird von Pendlern bestimmt. Einige Straßen wie die Wilhelmshöher Straße, die Hanauer Landstraße, Am Erlenbruch oder die Dieburger Straße nach Offenbach sind bekannt dafür, zu Stoßzeiten mit Autoschlangen verstopft zu sein. Doch auch in Bergen-Enkheim litten Anwohner unter lautem Autoverkehr. Betroffen sind unter anderem Vilbeler Landstraße und Borsigallee, Marktstraße, Triebstraße und Neuer Weg.

Das Bergen-Enkheimer Stadtteilgremium sorgte sich in der Vergangenheit, dass Versuche, Pendler im Ortsbezirk 11 (Fechenheim, Riederwald und Seckbach) zu verringern, zu einer erhöhten Verkehrsbelastung in Bergen-Enkheim führen könnten.

Gremium beteiligen

Vor wenigen Monaten hatte der Ortsbeirat 11 vom Magistrat gefordert, Vorschläge zum Ausbau des ÖPNV im Osten zu prüfen. Dieser hat daraufhin eine Machbarkeitsstudie angekündigt. Darin soll unter anderem eine Straßenbahnverlängerung von der Hugo-Junkers-Straße nach Offenbach und ein Abzweig von der U-Bahnstrecke Am Erlenbruch über die Wächtersbacher Straße nachgegangen werden.

In der aktuellen Vorlage der CDU im Ortsbeirat 16, fordert diese nun den Magistrat auf, den „Stadtteil Bergen-Enkheim, insbesondere Bergen, in die Machbarkeitsstudie einer schienengebundenen Verbindung der östlichen Frankfurter Stadtteile“ einzubinden. Der östlichste Stadtteil Frankfurts tauche ihnen im Bericht zu wenig auf – womöglich weil die Initiative vom Ortsbeirat 11 ausging. Doch, bemängeln sie, seit der Kappung der Straßenbahnlinie 12 im Jahr 1992 nach Bergen verkehrten dort lediglich Busse. Um die nächsten U-Bahnen zu erreichen sei man auf diese oder den Pkw angewiesen.

„In der Begründung des Berichtes werden vier Untersuchungen erwähnt, von denen zumindest zwei auch den Stadtteil Bergen-Enkheim betreffen könnten“, heißt es in der CDU-Vorlage weiter. Bei der Prüfung soll der Ortsbeirat 16 informiert und in die Planung einbezogen werden. Unter die Lupe genommen werden soll nämlich auch der Ausbau der U-Bahn von der Seckbacher Landstraße über den Atzelberg nach Bergen. Außerdem die Verlängerung der U-Bahn von der Endhaltestelle Enkheim zu Riedbad und Riedschule.

Die Sitzung des Ortsbeirats 16 am kommenden Dienstag, 29. Oktober, beginnt um 19.30 Uhr in der Nikolauskapelle, Marktstraße 56.

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