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Der Schelmenburgplatz, der Platz vor der gleichnamigen Burg und der Bergener Stadthalle, ist marode und soll saniert werden.

Bergen-Enkheim

Marktstraße in Bergen-Enkheim halbseitig gesperrt

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Der Platz vor der Schelmenburg an der Marktstraße ist schon lange marode. Nun soll er saniert werden. Zudem will die Stadt die Aufenthaltsqualität verbessern.

Die Aufwertung des Platzes vor der Schelmenburg steht an – ab Montag, 12. August, muss für Vorarbeiten einige Wochen lang die Marktstraße halbseitig gesperrt werden. Der Schelmenburgplatz steht in dieser Zeit nicht als Parkfläche zur Verfügung. Linienbusse werden teils umgeleitet. Der Wochenmarkt findet regulär statt.

Der Schelmenburgplatz soll in seiner Bedeutung für Bergen-Enkheim wachsen, deshalb wird er umgestaltet. „Mit der Gestaltung der Oberflächen soll der Eindruck verringert werden, dass der Platz vor der Schelmenburg ausschließlich als Parkplatz für Autos dient“, sagt Ulrich Rendel, stellvertretender Leiter des Amts für Straßenbau und Erschließung. Das Amt führt die Umgestaltung des Platzes zu einem Aufenthaltsort im Rahmen des städtischen Programms „Schönes Frankfurt“ durch.

Schon in der kommenden Woche wird mit den Vorarbeiten begonnen – sie bringen nur wenige Einschränkungen mit sich. Die Kanäle im Bereich Burggraben und am Schelmenburgplatz seien baulich in einem schlechten Zustand, sagt Michael Voß von der Stadtentwässerung. An Platz und Marktstraße würden deshalb Kanalleitungen erneuert und Einsteigebauwerke angebracht. Für sieben Wochen wird die Marktstraße nur als Einbahnstraße zur Verfügung stehen.

Alle Straßen seien zugänglich. „Gegebenenfalls mit Umwegen“, räumt Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamts, ein. Der Schelmenburgplatz stünde während der Arbeiten aber nicht als Parkplatz zur Verfügung. Der Verkehr wird ohne Aufstellen einer Lichtsignalanlage organisiert, zudem soll die Ampel am Rathaus für diesen Zeitraum abgeschaltet werden.

Man versuche die Anfahrbarkeit von Schelmenburg und Stadthalle grundsätzlich aufrecht zu erhalten, versichert Voß. Auch der Marktstand könne während der Bauarbeiten weiterhin mittwochs und samstags auf dem Schelmenburgplatz bleiben. Die einseitige Sperrung am 12. August beginnt zwischen Schießgraben und Berger Spielhaus. Ende September soll die Straße auf Seite des Schelmenburgplatzes wieder freigegeben werden, sagt Voß.

Buslinie 43 muss Umleitung fahren

Die Buslinie 43 müsse eine Umleitung fahren, bestätigt Nora Pullmann, Pressesprecherin von Traffiq. Die Haltestellen „Heimatmuseum Bergen-Enkheim“ und „Haingasse“ können nicht angefahren werden. „Die Fahrzeuge werden über Erlenseer Straße und Nordring ausweichen und stattdessen vier Haltestellen der Linie 42 anfahren.“ Dies betreffe nur eine Richtung: Von Bergen-Ost in Richtung Bornheim Mitte. Die Anschlüsse am U-Bahnhof Enkheim sollen planmäßig erreicht werden. „Die Fahrzeitverlängerung ist nicht gravierend und wird mit der Wendezeit abgegolten.“

Die tatsächliche Umgestaltung des Platzes ist für das Frühjahr 2021 angesetzt. Es soll zwar weiterhin die Möglichkeit geben, dort zu parken, sagt Rendel. Die Zahl der Stellplätze soll sich aber – geordneter als bisher – auf nur zwei Stellflächen je sieben mal zwölf Meter verringern.

Stattdessen soll an den Rändern des Platzes Fußgängern mehr Platz eingeräumt und in der Mitte eine Freifläche geschaffen werden. Sie könnte für einen größeren Wochenmarkt herhalten. „Die Fläche des Platzes wird durch Bäume und zusätzliche Beete stärker begrünt“, erklärt der stellvertretende Leiter des Amts für Straßenbau und Erschließung. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, seien Hochbeete und Sitzgelegenheiten, eine Infosäule und ein weiterer Bücherschrank geplant.

Eine Treppenanlage mit barrierefreier Rampe soll den Zugang zu Sparkasse und Bürgerhaus erleichtern. Materialen und Bodenbeläge werden mit dem Denkmalamt abgestimmt. Die Schelmen-Figur, so Rendel, müsse für die Zeit der Umgestaltung verschwinden, sie würde sicher verwahrt – und nach Abschluss auf den Platz zurückziehen.

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