Bergen-Enkheim

Illegaler Sperrmüll

  • vonJanis Berling
    schließen

Regelmäßige Kontrollen sollen für schnelle Entsorgung der unrechtmäßigen Ablagerungen sorgen.

Illegaler Sperrmüll stellt auch in Bergen-Enkheim ein immer größer werdendes Problem dar. Trotz zweier Kleinmüllplätze im Stadtteil bilden sich zunehmend sogenannte Sperrmüll-Hotspots, auf denen diverser Müll einfach abgeladen wird. Dies betrifft insbesondere das Gebiet rund um das Neubaugebiet „Leuchte“ sowie den umliegenden Bereich der Straße Am Hollgraben.

„Seit einigen Jahren häuft sich an bestimmten Stellen zunehmend Sperrmüll“, meint etwa Peter Roth von der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 16. „Wenn Sperrmüll einmal liegt, kommt immer wieder weiterer Müll hinzu.“ Die Fraktion möchte daher den Magistrat auffordern, sich des Problems anzunehmen. Ein entsprechender Antrag wurde in der Sitzung am Dienstag verabschiedet. „Wir wollen, dass Sperrmüll in Zukunft durch regelmäßige Kontrollen möglichst schnell gemeldet und entsorgt wird, sodass Anhäufungen von Müll vermieden werden können“, fordert Roth.

Stefan Röttele von der FES bestätigt einen deutlichen Anstieg von illegalen Sperrmüll im Stadtgebiet. „Besonders in diesem Jahr sind illegale Müllablagerungen eines unserer Hauptärgernisse“, meint der Pressesprecher des Entsorgungsbetriebes. So sei durch die Corona-Pandemie etwa 30 Prozent mehr Sperrmüll als sonst illegal entsorgt worden. Claudia Gabriel von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt pflichtet Röttele bei. „Im stadtweiten Vergleich lebt man in Bergen-Enkheim sogar noch auf einer Insel der Glückseeligen“, meint Gabriel.

Zudem sei die schnelle Entsorgung der Ablagerungen nicht ganz einfach. Nach einer Meldung von illegalem Sperrmüll würden von der Stadtpolizei zunächst Ermittlungen eingeleitet, sofern ein Verdacht oder eine realistische Aussicht auf Erfolg bestehe. Kurzfristig entsorgt wird zudem nur Sperrmüll, der eine konkrete Gefährdung oder Behinderung darstelle. Der restliche Müll wird im Rahmen regulärer Touren abtransportiert. „Wir wollen den illegalen Müllentsorgern keinen besseren Service bieten als den legalen“, meint Gabriel dazu.

Dennoch bemühe sich die Stadt, der Entwicklung entgegenzuwirken. So gibt es etwa bei der Stadtpolizei eine neue Einheit für die Strafverfolgung solcher Verstöße. Ebenso wurden Bußgelder angehoben und Kontrollen intensiviert. „Unsere Ressourcen sind jedoch auch nicht unendlich“, meint Röttele dazu. Die FES appelliert daher an die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger. Die Ablagerungen würden Dritte gefährden und eine unnötige Belastung für eine systemrelevante Infrastruktur darstellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare