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Hundewiese neben dem Riedbad

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Von: Friedrich Reinhardt

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Auf dem separaten Erweiterungsgelände des Schwimmbads an der Leuchte könnten künftig Hunde spielen.
Auf dem separaten Erweiterungsgelände des Schwimmbads an der Leuchte könnten künftig Hunde spielen. © Christoph Boeckheler

FDP im Ortsbeirat greift Vorschlag einer Halterin auf, das separate Beach-Volleyball-Feld in eine Auslauffläche umzuwandeln. Die Stadt soll nun prüfen, ob der Platz verlegt werden kann.

Ob am Berger Hang, im Enkheimer Ried oder auf Feldwegen, praktisch überall in Bergen-Enkheim müssen Hunde an der Leine geführt werden. Darum suchen die Fraktionen im Ortsbeirat 16 (Bergen-Enkheim) und die Stadt seit geraumer Zeit nach einer Möglichkeit, den Vierbeinern im Stadtbezirk den nötigen Freilauf zu ermöglichen. Einen neuen Vorschlag hat nun Bergen-Enkheimerin Francesca Galasso gemacht – und die FDP hat ihn aufgegriffen. Wie wäre es mit der Wiese neben dem Beach-Volleyball-Platz des Riedbades?

Das Bad soll saniert werden. Ein Lehrbecken für Nichtschwimmer ist geplant, die gekachelte Auskleidung wird durch Edelstahl ersetzt und Solarmodule sollen das Schwimmbad ökologischer machen. „In diesem Zusammenhang wäre zu prüfen, ob das Beach-Volleyball-Feld in das Kerngelände des Riedbades verlegt werden kann“, schlägt Christian Hinkel (FDP) vor und greift damit Galassos Idee auf.

Zuspruch über Petition

Derzeit liegt das Feld auf einem separaten Erweiterungsgelände des Riedbades an der Leuchte und ist bereits umzäunt. „Die Fläche wird im Herbst und Winter gar nicht genutzt und auch im Sommer nur wenig“, sagt Galasso. „Vielleicht kann man ja nur einen Teil der Fläche nutzen.“

Der Bedarf sei groß. Mit ihren beiden Hunden geht sie derzeit im Enkheimer Ried Gassi oder zwischen den Streuobstwiesen auf dem Berger Hang. „Mein erster Hund, ein Jack Russel Terrier, ist gut erzogen. Er hört aufs Wort, ihn kann ich auch mal von der Leine lassen.“ Der zweite Hund, ein Mischling, sei da schwieriger. Damit auch er Auslauf bekommt, fährt sie ein bis zwei Mal pro Woche nach Bad Vilbel auf eine Hundewiese. „Man merkt richtig, wie gut ihm das tut.“

Rückendeckung für ihre Forderung nach einer Hundewiese hat sich Galasso mit einer Petition auf der Internetseite openpetition.de geholt. Mehr als 380 Menschen haben sich der Forderung bislang angeschlossen. Galasso listet dort eine ganze Reihe von Argumenten für eine Hundewiese auf. Sie verweist etwa auf die Pflicht von Hundehaltern und -halterinnen, ihr Tier artgerecht zu halten. „Freilauf gilt nach Erkenntnis der Verhaltensforschung als Grundvoraussetzung artgerechter Haltung.“

Mit einer Hundewiese sinke auch das Risiko, dass ein Tier einen Giftköder fresse. Die Hunde könnten toben, ohne Jogger und Spaziergänger zu stören und die Frauchen und Herrchen könnten sich an dem gemeinsam genutzten Raum austauschen und gegenseitig von Erfahrungen profitieren. Auch hätten die Tiere mehr Kontakt zu Artgenossen.

Grundsätzlich ist der Wille bei der Stadt da, eine Auslauffläche zu schaffen. Die Ämter hatten sich bereits auf die Suche nach einer Fläche gemacht – bislang erfolglos. Die Lage des Stadtteils mache die Sache kniffelig. „Ein großer Teil der Freiflächen in und um Bergen-Enkheim liegen im baurechtlichen Außenbereich in der Schutzzone I und II des Landschaftsschutzgebietes ,Grüngürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main‘, einige Flächen sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen“, erklärte der Magistrat. Eingriffe in die Landschaft sind nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde möglich.

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