Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

So sieht der Schelmenburgplatz in Bergen-Enkheim derzeit aus.
+
So sieht der Schelmenburgplatz in Bergen-Enkheim derzeit aus.

Bergen-Enkheim

Freie Sicht auf den Schelmenburgplatz in Bergen-Enkheim

Streit um den Standort für vier Bäume gerät im Ortsbeirat zur Posse. Das Gremium will diese am Rand des Platzes sehen, der Magistrat in der Mitte.

In der vergangenen Woche hatte das Planungsdezernat der Stadt – unter anderem in der Fragestunde im Stadtparlament – den Menschen in Bergen-Enkheim schlechte Nachrichten für ihren Schelmenburgplatz überbracht: Das Amt möchte vier Bäume in der Mitte des Platzes pflanzen. Im Stadtteil selbst will man diese aber lieber am Rand haben, um den Zuschauern und Zuschauerinnen bei den Schelmenspielen nicht die Sicht zu nehmen.

Dass die Arbeiten nun solange ruhen sollen, bis die Angelegenheit geklärt ist, sorgte auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 16 (Bergen-Enkheim) für Wut bei den Mitgliedern: „In meinen Augen nimmt man die Sache im Dezernat nicht ernst genug. Wir hatten uns vor Langem schon die Flächen für die Bäume am Rand überlegt, und das ist keine 20 Meter entfernt vom Standort, den die Stadt nun will“, beschwerte sich etwa Michael Reiß (CDU). Vier Parteien hatten zum Thema Schelmenburgplatz Anträge auf die Tagesordnung gesetzt.

Ortsvorsteherin Andrea Weizel (WBE) war ebenfalls wenig angetan von den Antworten der Stadt: „Wir wollen die Bäume ja nicht weg haben, nur an anderer Stelle.“ Stadtverordneter Mathias Mund (BFF) meldete sich zu Wort, denn er hatte in der Fragestunde im Römer das Thema aufgegriffen. „Das ist wirklich alles ziemlich abstrus. Ich empfehle Ihnen, einen interfraktionellen Antrag zu stellen.“ Dieser Vorschlag kam bei den Parteien gut an, doch Rainer Lehmann (Linke) war die Wortwahl wichtig: „Wenn wir das machen, dann nur, wenn die CDU ihre Beleidigungen gegenüber dem Dezernenten Mike Josef (SPD) aus der Begründung entfernt.“

Die Christdemokrat:innen griffen in ihrer Anfrage den Planungsdezernenten scharf an und warfen diesem Überforderung vor. Michael Reiß verteidigte die Wortwahl im Antrag, erklärte sich aber bereit, diesen Teil zu streichen. „Dezernent Jan Schneider (CDU) hat in SPD-Anträgen auch schon Einiges einstecken müssen“, konterte er. „Außerdem finde ich, die SPD kann da ruhig aktiv werden und den Dezernenten, der ja Ihrer Partei angehört, auf das Thema aufmerksam machen.“

Die CDU-Anfrage, wie es um den Schelmenburgplatz planungstechnisch derzeit tatsächlich bestellt ist, wurde zwar nicht interfraktionell gestellt, aber von der Versammlung einstimmig angenommen – ohne den umstrittenen Mittelteil.

Als gemeinsamen Antrag aller Fraktionen wurde schließlich der BFF-Antrag auserkoren: In etwas gekürzter Form wurde dieser ebenfalls von allen Parteien angenommen. Der Antrag fordert den Magistrat ganz direkt auf, die Bäume nicht in der Mitte des Schelmenburgplatzes pflanzen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare