So soll der moderne Erweiterungsbau einmal aussehen.
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So soll der moderne Erweiterungsbau einmal aussehen.

Bergen-Enkheim

Frankfurt: Schule am Hang wird erweitert

Grundschule in Bergen-Enkheim erhält für 44,7 Millionen Euro zusätzliche Räume, Mensa und Turnhalle. Anfang nächsten Jahres könnten die Bauarbeiten beginnen.

Für rund 44,7 Millionen Euro wird die Schule am Hang in Bergen-Enkheim saniert und erweitert. Der Magistrat hat die von Baudezernent Jan Schneider eingebrachte Bau- und Finanzierungsvorlage beschlossen. Wenn die Stadtverordneten zustimmen, kann im ersten Quartal 2021 mit den Arbeiten begonnen werden.

Geplant sei neben der Sanierung ein moderner Erweiterungsbau, der Platz für zusätzliche Schülerinnen und Schüler sowie den Ganztagsbetrieb schaffen soll, betont Schneider. „Zudem erhält die Grundschule die dringend benötigte zweite Turnhalle und eine Mensa.“

Die in den 1950er und 1970er Jahren entstandenen Gebäude der Schule am Hang befinden sich zum Teil in einem schlechten Zustand. Es gibt Mängel beim Brandschutz und beim energetischen Standard sowie undichte Stellen in den Dächern. Die Schule ist nicht barrierefrei. Für die bereits erfolgte Erweiterung von vier auf fünf Züge und den Ganztagsbetrieb fehlen Räume sowie eine zweite Turnhalle.

Mit Sanierung und Neubau wird die Grundschule Platz für 550 Schüler haben, teilt die Stadt mit. Das architektonische Konzept der Arbeitsgemeinschaft HK Architekten/Neumann Architektur sieht vor, die fünf charakteristischen Klassenpavillons zu erhalten und zusammen mit der bestehenden Sporthalle in einen Gesamtkomplex zu integrieren. Ergänzungsbauten verbinden die Gebäude barrierefrei und stellen zusätzliche Räume bereit.

Über der bestehenden Sporthalle entsteht ein „Kinderrestaurant“, das mit einem großen Mehrzweckraum kombiniert und für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die zweite Sporthalle wird neben der ersten errichtet und in den Hang integriert. Sie erhält ein Spielfeld auf dem Dach und einen eigenen Zugang für externe Nutzungen.

Vier der fünf Pavillons werden künftig als sogenannte Lernhäuser für jeweils eine Jahrgangsstufe mit je fünf Klassen genutzt. Sie sind als moderne Lernlandschaften mit einem gemeinsamen „Marktplatz“ organisiert. So entstehen kleine „Schulen in der Schule“. Die Kinder halten sich überwiegend in ihrem jeweiligen Lernhaus auf und erreichen Fachräume, Mensa und Sporthalle über eine barrierefreie Verbindung im Ergänzungsbau.

Die Fachräume im Erdgeschoss – etwa für Kunst, Musik, IT – haben Ateliercharakter und eigenen Zugang ins Freie. Im fünften Pavillon wird die Ganztagsbetreuung untergebracht. Das bestehende Gebäude des Horts im Westen des Geländes ist nicht sanierbar und wird abgebrochen. Dort entstehen Sport- und Spielflächen für die Schule.

Ursprünglich war geplant, die Schule im laufenden Betrieb in drei Abschnitten zu sanieren und zu erweitern und nur einzelne Klassen in ein provisorisches Gebäude auf dem Schulhof auszulagern. Da sich der Bauablauf geändert hat, lässt sich dies nicht mehr realisieren. Deshalb wird die Schule während der Bauzeit in eine aus vier Gebäuden bestehende Stahlmodulanlage auf dem Parkplatz der Schule am Ried ausgelagert. Diese Fläche ist nur einen Kilometer von der Schule am Hang entfernt sowie bereits erschlossen und befestigt, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden können.

Die Bauzeit verkürzt sich von viereinhalb auf rund drei Jahre. Das Übergangsquartier wird in Abstimmung mit der Schule am Ried geplant und errichtet. Parallel dazu wird auch an der Schule am Ried selbst gebaut. Sie erhält für rund 26,4 Millionen Euro einen Neubau mit zusätzlichen Klassenräumen, einer Aula und einer Cafeteria. 

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