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SKV Mörfelden 2 beim Kunstradfahren.

Bergen-Enkheim

Kampf um den Schelmenburg-Pokal

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Die Kunstradfahrer lassen die Zuschauer in der Riedsporthalle staunen. Ein Team nach dem anderen präsentiert vor vollem Publikum seine Küren.

Konzentrierte Spannung während des Wettkampfs herrscht beim 41. Schelmenburg-Pokal in der Riedsporthalle in Enkheim. Fahrräder bestimmen das Bild, wohin das Auge auch blickt. In der einen Hälfte der Halle machen sich kleine Gruppen von Einradfahrern warm, in der anderen lagert eine Vielzahl an Rädern, die für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs erst noch hergerichtet werden müssen.

Währenddessen läuft in der Mitte der Halle der Wettkampf auf vollen Touren, und ein Team nach dem anderen präsentiert vor vollem Publikum die einstudierten Küren auf dem Kunstrad. Mit einem angedeuteten Knicks leitet das Vierer-Team des SKV-Mörfelden seine Kür ein. Anschließend steigen sie auf ihre Kunsträder und fahren paarweise in unterschiedliche Richtungen los.

Sich die meiste Zeit lediglich auf dem Hinterrad bewegend, begegnen sie sich in der Mitte der Halle wieder und schließen ein Teammitglied in ihrer Mitte ein. Dabei halten sie sich gegenseitig an Händen und Armen fest und umkreisen das vierte Teammitglied ganz eng. Zum Abschluss ihres fünfminütigen Auftritts drehen sie sich noch, wieder paarweise an den Händen haltend, rückwärts auf dem Hinterrad fahrend, mehrmals im Kreis – und müssen nach ihrem Abgang nicht lange auf den verdienten Applaus warten.

Denn sie haben sich damit nicht nur im Sechser-, sondern ebenfalls im Vierer-Kunstradfahren den 1. Platz in der Altersgruppe Schülerinnen und Schüler gesichert und damit das erste und zweite Team ihres direkten Konkurrenten, des RSV Frisch Auf 1913, aus dem osthessischen Oppershofen auf die Plätze verwiesen. Nach dem Auftritt zeigen sich die Achtklässlerinnen Kimberly, Sarah, Larissa, Emely, Fyona und Lisa vom SKV-Mörfelden dementsprechend zufrieden. „Es ist immer ein schönes Gefühl, zu merken, was man alles gemeinsam erreichen kann“, kommentiert Kimberly den Erfolg ihres Teams. Auch Trainerin Jarmila findet im Anschluss lobende Worte: „Das war schon eine herausfordernde Kür, bei der auch ein paar neue Übungen mit drin waren.“

Helmut Völp, Fachwart für Kunstradfahren des 1. Radfahrer-Clubs 1903 Bergen und Organisator des Schelmenburg-Pokals, zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs. Schließlich hätten sich 61 Teams und damit insgesamt 280 Sportler, viele aus der näheren Umgebung, aber auch Teams aus den angrenzenden Bundesländern, für den diesjährigen Wettkampf angemeldet. Der Schelmenburg-Pokal habe einen guten Ruf, da er „einer der ganz wenigen reinen Mannschaftspokale“ sei, erzählt er, während er einem weiteren Team beim Aufwärmen auf den Kunsträdern zusieht.

Außerdem komme hinzu, dass durch die regelmäßige Teilnahme ehemaliger Deutscher Meister an dem Wettbewerb die Attraktivität zusätzlich steige. „Es erstaunt mich jedes Mal, dass so viele Leute hier einfach nur zum Zuschauen vorbeikommen“, freut er sich. Doch er weiß auch: „Wer schon mal hier war, der kommt auch immer wieder gerne“, sagt Völp.

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