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Die Künstlerinnen Pia Grambart-Delalic, Michaela Heidlas-May und Nicole Wächtler (von links) waren bereits im Günthersburgpark aktiv.

Bergen-Enkheim

Farben für triste Plätze und Ecken

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Bunte Figuren und Mosaike sollen Bergen-Enkheim lebenswerter machen. 

Die Unterführung am Fritz-Schubert-Ring ist ein trister Ort. Täglich passieren etliche Kinder den Durchgang unterhalb des Restaurants Schöne Aussicht auf ihrem Schulweg. Diesen und weiter vier Orte möchte sich die Arbeitsgemeinschaft „Bespiel- und besitzbare Stadt“ deshalb im Frühjahr vornehmen. Vor allem Kinder und Senioren sollen von dem Projekt profitieren. Im ganzen Stadtteil werden künftig farbenfroh gestaltete Objekte zum Spielen und Verweilen einladen.

Mit Nicole Wächtler, Michaela Heidlas-May und Pia Grambart-Delalic sind nun auch erfahrene Künstlerinnen gefunden. „Wir arbeiten viel mit Farbe und Farbwirkung“, sagt Nicole Wächter. „Orte wie die Unterführung eigenen sich fantastisch. Die Säulen dort sind toll. Mit Farbe, Formen und Licht kann hier eine ganz andere Atmosphäre geschaffen werden.“ Betonfiguren, Reliefs und Mosaike sollen ganz individuell in die Umgebung integriert werden. Seit der Zusammenarbeit im Günthersburgpark hat das Trio schon so manche unschöne Ecke in Frankfurt aufpoliert. Nun folgt Bergen-Enkheim.

Die Kinderbeauftragte von Bergen-Enkheim, Sara Hammann, hat viel Zeit investiert, um geeignete Standorte zu finden. Dafür ist sie mit acht Kindergruppen zwischen sechs und zwölf Jahren ihre täglichen Fußwege abgelaufen. Fünf kleine Plätze im Stadtteil sollen nun angegangen werden. Aufgewertet wird die Ecke, wo Florian- und Neuer Weg aufeinandertreffen. Dort würden viele Kinder aus Enkheim vorbeikommen, sagt Hammann. Auch die Grünfläche an der Bornweidstraße neben den Tennisplätzen und der Platz am Fritz-Schubert-Ring sollen bunter werden. Der Schelmenburgplatz folgt nach der Sanierung, die voraussichtlich 2020 abgeschlossen wird.

Finanziert wird das Projekt über den Etat des Ortsbeirats. Über weitere Sponsoren freut sich die Initiative genauso, wie über Firmen, die ein Teil ihres Geländes zur Verfügung stellen wollen. „Wir wünschen uns nämlich, dass nach den fünf Plätzen noch nicht Schluss ist“, sagt Hammann. „Wir würden die Orte gerne mit kleinen Spielereien verbinden – Hüpfkästchen oder kleinen Figuren am Wegrand.“ Momentan werde noch ein passendes Maskottchen gesucht.

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