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Blühstreifen, grüne Fassaden und gedämpftes Licht

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Ortsbeirat 16 setzt sich für mehr Umweltschutz im Stadtteil ein. Unter anderem soll die Stadt prüfen, ob die Straßenlaternen den Vorgaben zum Insektenschutz entsprechen.

Der Insektenschutz war Thema in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 16 (Bergen-Enkheim). Drei entsprechende Anträge hatte die Fraktion der Grünen auf den Weg gebracht, und alle drei Vorlagen wurden von dem Stadtteilgremium verabschiedet.

Im ersten Antrag wurde der Magistrat gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob die Straßenbeleuchtung in Bergen-Enkheim den Vorgaben zum Insektenschutz entspricht. Demnach gibt es Einflüsse auf die Insektenwelt – unter anderem die Beleuchtungsstärke, die Farbtemperatur und Lichtlenkung, aber auch die Beleuchtungsdauer oder die Höhe der Masten. Natriumdampflampen oder LED könnten das Insektensterben deutlich reduzieren. Der Antrag wurde einstimmig auf den Weg gebracht.

Ebenfalls einstimmig stimmte der Ortsbeirat dem Antrag zu, weitere Blühstreifen auszuweisen. „Die Grünen Bergen-Enkheim“, hieß es in dem Antrag, „unterstützen die Idee weiterer Blühstreifen und Wildwiesen und möchten den Insektenschutz im Stadtteil aktiv fördern.“ Dorothea Bogner von der BFF, Nachfolgerin von Ellen Wild, hatte hier einen Einwand: „Es muss doch heißen: Der Ortsbeirat unterstützt.“ Diese redaktionelle Änderung wurde berücksichtigt.

Vorteile fürs Mikroklima

Der dritte Antrag der Grünen stieß jedoch nicht auf die Zustimmung der SPD. Demnach solle der Magistrat sich dafür einsetzen, dass städtische Gebäude im Stadtteil begrünt werden. Der Ortsbeirat unterstütze die Ideen des städtischen Programms „Frankfurt frischt auf“ und möchte den Insektenschutz im Stadtteil fördern, so der Antrag.

Die Begrünung, so die Grünen, sei zeitnah realisierbar und biete neben dem Insektenschutz weitere Vorteile. Etwa für das Mikroklima im Stadtteil. Beispiele für städtische Gebäude, die mit ihrer Bepflanzung Nahrung für Insekten bieten könnten, nannten die Grünen die Dächer der Schule am Ried, die Fassade der städtischen Verwaltungsstelle, die Stadthalle Bergen und das Gebäudeensemble am Riedstadion. Schließlich bieten auch das Schwimmbad und die städtischen Kitas Platz für Begrünung, so etwa die Kinderzentren Bornweidstraße, Weißer Turm und Milseburgstraße.

Der Antrag erhielt eine deutliche Stimmenmehrheit. tjs

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