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Der Markt: Bauer Rück und sein Gemüsestand. 

Bergen-Enkheim

Bergen-Enkheim: Der Wochenmarkt wächst

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Ein Metzger wird bald am Schelmenburgplatz seine Waren anbieten. Einzelne Marktstände sollen in Zukunft schneller genehmigt werden.

Durchbruch für den Wochenmarkt in Bergen-Enkheim. Ein Metzger wird demnächst am Schelmenburgplatz seine Fleisch- und Wurstwaren anbieten. Die Sondergenehmigung, die das möglich macht, soll ab sofort auch in anderen Stadtteilen leichter zu erwirken sein. „Schon lange wünschen sich die Bergen-Enkheimer einen richtigen Wochenmarkt zurück“, betonte Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU) bei der Sitzung des Gremiums am Dienstag wieder. „Mit toller Unterstützung der Wirtschaftsförderung haben wir endlich eine Sondergenehmigung für einen Fleischer eingeräumt bekommen. Über einen halbes Jahr hatten wir uns darum bemüht.“

„So eine Genehmigung zu bekommen ist nicht ganz einfach“, weiß Michael Lorenz, Leiter des Marktmanagements der Stadt. Offiziell ist jeder „Markt“ unter zwölf Ständen gar kein Markt, erklärt er. „Deshalb müsse für eine Nutzung von öffentlicher Fläche, die über den Gemeingebrauch hinaus geht, eine Sondererlaubnis beim Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) eingeholt werden.“ So habe es auch der einzig am Schelmenburgplatz verbliebene Stand vor einigen Jahren gemacht.

Um Beschwerden vom Gewerbe auszuschließen, gehe man beim ASE mit Genehmigungen restriktiv um. Die Landmetzgerei Kaufmann aus Büdingen, auch mit einem Stand am Markt an der Konstablerwache vertreten, hat diese nun bekommen und wird schon in wenigen Wochen auf dem Platz vor der Schelmenburg verkaufen.

Viele Interessenten

„Das passt und wird gut laufen“, vermutet Bauer Bernd Rück aus Schöneck. Er bietet seit Jahren Obst und Gemüse, Eier und Nudeln auf dem Schelmenburgplatz an. Dass ihn einen neuen Nachbar erwartet, hat sich – durch Marktbesucher – schon vor wenigen Wochen bis zu ihm herumgesprochen. „Die Leute sind ganz heiß auf den Metzger.“

„Wir haben viele Interessenten, die sich mit einem Stand am Berger Markt beteiligen möchten“, sagt die Ortsvorsteherin. Deshalb sollen in Zukunft – spätestens wenn der Schelmenburgplatz saniert ist – noch mehr Stände folgen. Man wünsche sich einen Wochenmarkt, der sich bei Bergen-Enkheimern als Treffpunkt etabliert, hieß es in der Vergangenheit. Leute soll dort einkaufen gehen und bei einem Getränken und etwas zu Essen zu Gesprächen zusammenkommen.

Auch für andere Stadtteile soll die Hürde einen Mini-Markt zu etablieren gesunken sein, so die Ortsvorsteherin. „Die Wirtschaftsförderung fand unser Argument gut, dass gerade für kleine Stadtteile ein Markt mit zwölf Ständen keinen Sinn macht, man aber trotzdem gerne einen kleinen Markt hätte.“ Deshalb seien die Grundlagen neu ausgehandelt worden, so dass sich auch an anderer Stelle leichter ein kleiner Markt etablieren kann“, fügte Peter Ließmann, Leiter der Verwaltungsstelle Bergen-Enkheim an. Diese Information konnte bis Redaktionsschluss nicht vom ASE bestätigt werden.

Immer mittwochs von 8 Uhr bis 14 Uhr und samstags bis 13 Uhr findet auf dem Berger Schelmenburgplatz ein kleiner Wochenmarkt statt.

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