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Mit dem alten Rathaus in der Marktstraße und dessen Sanierung hat sich der Ortsbeirat schon mehrfach beschäftigt. Foto: Rolf Oeser
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Mit dem alten Rathaus in der Marktstraße und dessen Sanierung hat sich der Ortsbeirat schon mehrfach beschäftigt.

Kommunalwahl in Frankfurt

Bergen-Enkheim: Alexandra Weizel will Ortsvorsteherin werden

  • VonJanis Berling
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Grüne und Wir Bergen-Enkheimer im Ortsbeirat 16 unterstützen die Kandidatur der bisherigen Stellvertreterin für den Vorsitz des Stadtteilgremiums. Ihnen fehlt noch eine Stimme für eine Mehrheit.

Oberflächlich betrachtet hat sich durch die Kommunalwahl nicht viel in Bergen-Enkheim verändert. Nahezu alle Fraktionen des Ortsbeirates 16 behalten so viele Sitze, wie sie in der vergangenen Wahlperiode hatten. Einzig die SPD muss zwei Mandate an die Grünen abgeben, die nun mit vier Sitzen die drittstärkste Fraktion stellen. Trotz dieser scheinbar unveränderten Machtverhältnisse bleibt die Zukunft des Ortsbeirates ungewiss. Die langjährige Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU) ist bei der Wahl nicht mehr angetreten und die Frage nach ihrer Nachfolge wird das Gremium die nächsten Wochen beschäftigen.

Als Wählergemeinschaft mit den meisten Stimmen hätte „Wir Bergen-Enkheimer“ (WBE) nach Tradition des Ortsbeirates das Anrecht auf den Posten. „Wir haben vor zehn Jahren Renate Müller-Friese unterstützt und dann 2016 als damals größte Partei zugunsten der CDU zurückgesteckt“, erinnert sich Günther Kraus. Der Fraktionsvorsitzende der WBE bekräftigt: „Diese Wahlperiode wollen wir den Posten der Ortsvorsteherin beanspruchen.“

Als Kandidatin steht Alexandra Weizel bereit, die bisherige Stellvertreterin und ehemalige Kinderbeauftragte. Momentan liefen die Gespräche mit anderen Fraktionen, sagt sie. „Ich hoffe, dass wir eine einvernehmliche Kandidatur unter den Fraktionen erreichen können.“ Als Ortsvorsteherin will Weizel bestehende Projekte und Baustellen im Ortsbezirk vorantreiben. Am Herzen liegt ihr dabei insbesondere, mit allen Fraktionen des Ortsbeirates gemeinschaftlich zuarbeiten. „Ich möchte als Ortsvorsteherin gute Ideen aus allen Parteien aufnehmen und umsetzen.“

Bei ihrer Kandidatur wird Weizel von den Grünen unterstützt. Die Partei mit den größten Stimmengewinnen im Ortsbezirk hat bereits Gespräche mit der WBE geführt. „Wir wollen gemeinsam Alexandra Weizel als Ortsvorsteherin vorschlagen“, sagt Natalie Porth. Insgesamt ist die grüne Spitzenkandidatin zufrieden mit dem Wahlergebnis. „Wir wollten der CDU auf den Fersen bleiben und das haben wir geschafft.“

Auch Wilfried Bender gibt sich zufrieden mit dem Wahlergebnis seiner Partei. „Es könnte natürlich immer besser sein“, gibt der Spitzenkandidat der CDU im Anbetracht von zwei verlorenen Prozentpunkten im Vergleich zu 2016 und einem gewachsenen Abstand zur Spitzenpartei WBE allerdings zu. Bezüglich der Frage um den offenen Ortsvorsteher-Posten gibt sich der Bankkaufmann betont zurückhaltend. Gespräche mit der WBE hätten wohl noch nicht stattgefunden, seien in den nächsten Wochen jedoch geplant. „Natürlich ist es Gepflogenheit, dass die Partei mit den meisten Stimmen den Ortsvorstand stellt“, gibt Bender zu. „Aber das bleibt in den Gesprächen abzuklären.“

Grundlegend anders ist die Stimmung bei der SPD. „Wir sind ohne Frage die gewaltigen Wahlverlierer dieses Mal“, gesteht Spitzenkandidat Eberhard Schwarz angesichts von fünf verlorenen Prozentpunkten und lediglich zwei verbliebenen Sitzen ein. „Wir haben eigentlich tolle Arbeit geleistet, viele Anträge durchgebracht.“ Die Ursachen für die Niederlage sieht der Fraktionsvorsitzende bei verschiedenen Faktoren.

„Der Stadtteil hat sich verändert, viele Leute sind zugezogen, die nicht der klassischen SPD-Klientel entsprechen.“ Zudem habe der generelle Trend und Affären wie der AWO-Skandal der Partei stadtweit geschadet. „Viele Leute mengen da unsere Arbeit mit der der städtischen SPD zusammen“, vermutet er. In der Frage um den Ortsvorsteher beziehungsweise die Ortsvorsteherin will sich die Fraktion zunächst zurückhalten. „Man muss abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Viel ausrichten können wir mit unseren Sitzen ohnehin nicht“, sagt Schwarz.

Für den Fall, das eine gemeinschaftliche Kandidatur für den Ortsvorstand an der CDU scheitert, benötigen die WBE und die Grünen mit gemeinsamen neun Sitzen noch eine Stimme, um ihre Kandidatin durchzubringen. So könnten die kleinen Fraktionen des Ortsbeirates das Zünglein an der Waage geben. „Ich habe durchaus schon eine Vorstellung im Kopf“, gibt Rainer Lehmann von den Linken zu. Zusammen mit der BFF und der FDP, die wie die Linke auf jeweils einen Sitz kommen, habe er sich auch bereits abgestimmt. „Ich weiß allerdings nicht, ob wir einer einhelligen Meinung sind“, so der Fraktionsvorsitzende. Man müsse schauen, das man mit der einen Stimme das meiste für seine Partei herausholt.

Weitere Informationen zu den Themen des Ortsbeirats 16 finden Sie im Internet unter fr.de/obr16. Die Serie zu den Ortsbeiräten unter fr.de/obr-wahl

Die Grünen haben zwei Sitze dazugewonnen.
Alexandra Weizel gilt als Favoritin der „Wir Bergen-Enkheimer“ für das Amt der Ortsvorsteherin.
Günther Kraus ist Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft „Wir Bergen-Enkheimer“.
Wilfried Bender ist Spitzenkandidat der CDU.
Natalie Porth ist Spitzenkandidatin der Grünen.
Eberhard Schwarz ist Spitzenkandidat der SPD.
Norbert Wied ist Spitzenkandidat der FDP.
Rainer Lehmann ist Spitzenkandidat der Linken.
Ellen Wild zieht vom Listenplatz drei der BFF in den Ortsbeirat.

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