Wo viele Pendler unterwegs sind, werden auch Parkplätze benötig.
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Wo viele Pendler unterwegs sind, werden auch Parkplätze benötig.

Bergen-Enkheim

Ausweichen nach Bergen-Ost

  • vonJanis Berling
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An der Kreuzung der B521 soll ein Parkhaus für Pendler die Verkehrssituation entspannen. Der Ortsbeirat fürchtet, wegen der Bornheimer Parkraumbewirtschaftung könnte sich die Lage in Enkheim verschärfen.

Die Parkplatzsituation in Enkheim ist für viele Anwohner ein stetes Ärgernis. Gerade im Bereich der U-Bahnstationen sind zu den Stoßzeiten viele Straßen restlos mit Autos zugestellt. Dazu gesellt sich eine angespannte Verkehrssituation mit vielen Staus und einer steigenden Schadstoffbelastung für die Enkheimer.

Grund dafür sind die vielen Pendler, die in Enkheim vom Auto in die Bahn umsteigen und ihr Auto den Tag über im Ort stehen lassen. Eigentlich gibt es bereits einige Parkhäuser in dieser Ecke der Stadt. Diese sind allerdings meist ebenfalls überfüllt.

„Es muss etwas passieren,“ findet auch Eberhard Schwarz, Fraktionsvorsitzender der SPD im zuständigen Ortsbeirat 16. Seine Fraktion schlägt die Errichtung eines neuen Parkhauses außerhalb von Enkheim in Bergen-Ost vor, um die Verkehrs- und Parkplatzsituation im Stadtteil zu entspannen. Dazu wurde ein entsprechender Antrag in der Sitzung des Ortsbeirates 16 am Dienstag mit lediglich einer Gegenstimme angenommen.

Das neue Parkhaus soll laut dem Antrag in Bergen-Ost im Bereich der Kreuzung der B521 errichtet werden. Dies sei eine für Pendler aus dem Umland gut zu erreichende Lage. Von dort aus soll eine neue Busverbindung die Pendler zu der U-Bahnstation Enkheim bringen. Diese soll gerade zu den Stoßzeiten regelmäßig fahren.

Gebühr günstig halten

Der Ortsbeirat fordert zudem, die Gebühr für die Anmietung eines Parkplatzes im Neubau gezielt günstig zu halten. Das soll die Pendler davon abhalten, sich einen anderen Parkplatz in der Nähe der U-Bahn zu suchen. Ob der Bau eines neuen Parkhauses tatsächlich realistisch ist, ist auch im Ortsbeirat umstritten. Eberhard Schwarz aber gibt sich kämpferisch. „Wir wollen zumindest versuchen, den Magistrat für das Problem hellhörig zu machen“, bekräftigt der Fraktionsvorsitzende.

An sich ist die Verkehrssituation in Enkheim kein neues Problem. Schwarz befürchtet jedoch, dass sich durch das neue Parkraumbewirtschaftungskonzept in Bornheim die Lage im Stadtteil weiter verschärft. Das Bornheimer Konzept besagt unter anderen, dass man vor Ort nicht mehr wie bisher kostenlos parken darf. Wer keinen Parkausweis für Anwohner hat, muss folglich nun in den sauren Apfel beißen und für den Parkplatz zahlen.

Pendler aus den umliegenden Ortschaften des Main-Kinzig-Kreises und der Wetterau werden so ihre Fahrzeuge nicht mehr wie gewohnt in Bornheim abstellen können und nach Enkheim ausweichen, so die Befürchtung der SPD-Fraktion. Wenn keine Schritte seitens der Stadt getroffen würden, werde sich die Situation in Zukunft weiter verschlechtern.

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