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Das Hessencenter in Frankfurt verändert sich. Bis Dezember soll ein Teil des Parkhauses in Bergen-Enkheim fertig sein. Auch innen es schöner

Einkaufszentrum in Frankfurt

So steht es um den Umbau des Hessencenters in Bergen-Enkheim

Ein Teil des Parkhauses des Einkaufszentrums Hessencenter im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim soll bis Dezember fertig sein. Auch innen wird verschönert.

Frankfurt - Auf drei wird losgehämmert: Zum Richtfest des ersten Abschnitts des neuen Parkdecks vor dem Hessencenter in Enkheim, schlägt Centermanager Olaf Kindt den symbolischen Nagel in einen Holzbalken. 

Für den Fortschritt des Hessencenterumbaus hat seine Tatkraft dabei aber leider keinen Nutzen. Der östliche Teil des neuen massiven Parkdecks besteht nämlich nur aus Beton – 300 Platten à 19 Tonnen um genau zu sein.

Das Parkhausdeck, dessen östlicher Teil bis Dezember fertig sein soll, ist dabei erst der Anfang des Umbaus. Nach Fertigstellung stehen den Kunden 1400 Plätze zur Verfügung. 

Auch die Fassade des Einkaufszentrums, das in den 1970er Jahren erbaut wurde, wird verschönert. Anstatt der braunen Betonplatten wird es ein modernes anthrazitfarbenes Design mit Bepflanzung geben.

Umbau von Hessencenter in Frankfurt: Inneneinrichtung wird modernisiert

Die Inneneinrichtung des Centers wird ebenfalls modernisiert: Angenehmere Beleuchtung, Lounges und neue Toiletten sind geplant. Die Dekoration wird dabei in orange-braunen Tönen gehalten, was mehr Gemütlichkeit vermitteln soll. Auch neue Läden, wie ein 5000 Quadratmeter großer Edeka, werden eröffnen. 

Bis zum Herbst nächsten Jahres soll der Umbau fertig sein, rund 45 Millionen investiert die Betreiberfirma des Einkaufszentrums ECE dafür.

Die Baustelle am Parkdeck.

„Wir sind sehr dankbar, dass nun endlich etwas am Hessencenter passiert und auf der Baustelle bisher alles glatt gelaufen ist“, so Kindt, der erst seit Anfang des Jahres mit dem Umbauprojekt beauftragt ist. Er beerbte Stefan Thiel als Centermanager, der das Hessencenter eigentlich um 14 000 Quadratmeter ausbauen wollte.

So sollte ursprünglich die geschlossene Fassade des Gebäudes zur Borsigallee hin geöffnet werden, eine Art begrünte Einkaufsstraße mit Restaurants, Geschäften und städtischen Einrichtungen sollte von der U-Bahnstation ins Center führen.

Hessencenter ist eine der wenigen Einkaufsmöglichkeiten in Bergen-Enkheim

„Leider hat das aufgrund von Protest der umliegenden Gemeinden nicht geklappt“, erklärt die Ortsvorsteherin des angrenzenden Stadtteils Bergen-Enkheim, Renate Müller-Friese (CDU). Als Bergen-Enkheimerin bedauert sie den gescheiterten Ausbau. „Für uns Anwohner wäre das natürlich eine große Chance gewesen“, so die Politikerin. 

Im Stadtteil fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten, nicht mal einen Metzger gäbe es aktuell. Über den neuen Edeka, der im Sommer 2020 eröffne soll, ist sie deshalb trotzdem sehr froh, er werde eine Entlastung für die Anwohner darstellen.

Müller-Friese hofft außerdem auf eine Integration der Stadtteilbibliothek in das Zentrum. Das stand schon im Rahmen der Vergrößerung des Centers auf dem Plan. „Eine Bibliothek im Einkaufszentrum kann eigentlich nur eine Win-Win-Situation sein“, sagt sie. Nach dem Bücher ausleihen, könne man so noch shoppen gehen oder andersrum. Centermanager Kindt ist dem Vorschlag nicht abgeneigt: „Wir wollen gerne auch solche Institutionen integrieren“, so der neue Geschäftsführer.

Ein genauer Plan, welche neuen Geschäfte und Einrichtungen sich bis 2020 ansiedeln sollen, existiert jedoch noch nicht. „Im Laufe der kommenden Monate werden wir darüber verhandeln“, so Kindt.

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