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Beginn der Osterferien am Frankfurter Flughafen

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Von: Lilli Hövener

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Am Flughafen Frankfurt warten Passagiere vor den Terminals.
Am Flughafen Frankfurt warten Passagiere vor den Terminals. © dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber bereitet Passagiere auf mögliche Verzögerungen im Betriebsablauf vor.

Freitagmittag, die Osterferien haben begonnen. Doch davon ist am Frankfurter Flughafen noch kaum etwas zu sehen. Einige leicht gestresste Eltern navigieren Kinder und Koffer an Zeitungsläden vorbei, ein Ehepaar scheint verzweifelt einige Kilo Gepäckgewicht loswerden zu wollen. Im Großen und Ganzen ist der Flughafen aber unverändert, wenn nicht sogar leerer als gewöhnlich.

Dabei waren für den Ferienbeginn 170 000 Passagiere angekündigt, erstmals eine Zahl, die dem Passagieraufkommen vor Pandemiebeginn gleicht. Die Ankündigung zum Ferienstart warnte, es könne im schlimmsten Fall zu Flugausfällen kommen. So mussten am Freitag von insgesamt 1150 geplanten Flugbewegungen rund 50 Flüge annulliert werden, sagt Dieter S. Hulick, Themenmanager für den Flug- und Terminalbetrieb des Flughafenbetreibers Fraport. Aufgrund sehr geringer Passagierzahlen hatte der Flughafenbetreiber während der Corona-Krise das Bodenpersonal reduziert, viele Beschäftigte waren außerdem während der Pandemie in andere Berufsfelder gewechselt.

Für den Auftakt der Osterferien war die Sorge groß, dass dieser Stellenabbau zum Problem werden könnte. Deswegen habe man sich bemüht, an diesem Wochenende zusätzliches Personal bereitzustellen, erklärt Hulick.

Ein reiselustiges Ehepaar hat sich im Vorfeld intensiv informiert. Ihr Flug soll um 16:10 Uhr abheben, schon um 13:00 Uhr stehen sie vor ihrem Terminal. Sie hätten morgens im Radio von den möglichen Verzögerungen im Betriebsablauf gehört und seien dementsprechend etwas früher als geplant gekommen, was auch die App der Lufthansa empfohlen habe.

Fraport hatte dazu geraten, Gepäckstücke bereits am Abend vor dem geplanten Abflug am Flughafen abzugeben. Die wenigsten Personen scheinen sich an diesen Rat gehalten zu haben, trotzdem ist auch an der Gepäckabgabe am Freitagmittag eine entspannte Urlaubsstimmung vorherrschend. Dafür sorgen verschiedenste Mitarbeiter:innen des Flughafenbetreibers und der Airlines, die Reisende sofort den jeweiligen Schaltern zuweisen, oder in der Vorhalle des Flughafens mit Schildern auf den nächstgelegenen Check-In-Schalter verweisen.

Die erwarteten Menschenmassen lassen am Freitagmittag also noch auf sich warten, die Stimmung an den Terminals ist gut, die meisten Schlangen sind kurz.

Um alle Abläufe möglichst reibungslos zu gestalten, hatte die Bundespolizei den Reisenden noch einige Tipps auf den Weg gegeben. Sie rät, gut vorbereitet in die Grenzkontrollen zu gehen und die benötigten Dokumente am besten griffbereit zu halten.

Ein befreundetes Trio kann auf die Frage, ob sie sich auf einen großen Ansturm an der Grenzkontrolle eingestellt hätten, nur lachen. Sie blicken auf die auffällig kleine Schlange vor der Kontrolle und witzeln über vergangene Urlaube mit wesentlich längeren Wartezeiten. Sie scheinen ganz entspannt, sind aber zur Sicherheit schon zwei Stunden früher am Flughafen erschienen, das Gepäck ist längst abgegeben. Von ihrer Fluggesellschaft seien sie allerdings nicht über mögliche Verzögerungen informiert worden, gut also, dass sie sowieso genug Zeit einplanen.

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