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Kranzniederlegung an der Paulskirche.
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Kranzniederlegung an der Paulskirche.

Gedenken

Mahnung bleibt wichtig

Frankfurt gedenkt der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Auch OB Feldmann und der Polnische Generalkonsul aus Köln nehmen an der Veranstaltung teil.

Am Mahnmal für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors neben der Paulskirche gedachte man gestern corona-bedingt im kleinen Rahmen der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 76 Jahren durch die Rote Armee. Knapp 40 Gäste nahmen an der Feier teil, darunter auch Oberbürgermeister Peter Feldmann und der Polnische Generalkonsul Jakub Wawrzyniak aus Köln.

Die Grauen des Holocausts dürfen nicht in Vergessenheit geraten, sagte Feldmann mit Hinweis auf die „unheilvolle Allianz aus Verschwörungstheoretiker:innen, Neonazis und Impfgegner:innen“. Sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden während des Nationalsozialismus ermordet, davon über eine Million in Auschwitz. „Wir wollen nicht vergleichen, sondern die Singularität der Vergangenheit anerkennen“, sagte der OB. Die Attacken auf einen Rabbiner in Offenbach machten deutlich, wie wichtig die Mahnung von Auschwitz sei. Die Mehrheit der Gesellschaft zeige Verantwortung fürs Erinnern. Jüdisches Leben konnte laut Feldmann in Frankfurt wieder entstehen. „Es bleibt bei unserem ‚Nie wieder‘“, ergänzte der Oberbürgermeister.

„Die Wahrheit über den Holocaust darf nicht sterben, verzerrt oder instrumentalisiert werden“, begann der Generalkonsul Wawrzyniak seine Rede. Stattdessen solle man „aus diesem Schrecken lernen“. Gleichzeitig gestand er: „Worte werden niemals dem Schmerz und Leid der Betroffenen gerecht.“ Das Gedenken an den Holocaust sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Denn dieser habe auch seine Familiengeschichte geprägt. Seine Urgroßmutter wurde in einer Gaskammer in Auschwitz ermordet, sein Großvater war im KZ in Dachau, seine Großmutter Zwangsarbeiterin. Auch in Frankfurt gab es laut Wawrzyniak Tatorte, wie das KZ Adlerwerke im Gallusviertel.

Musiker:innen eröffneten die Gedenkrunde mit orientalischer Musik. Das Mahnmal war mit drei Trauerkränzen geschmückt.

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