Mord im Niddapark

Befangenheit gegen Gericht im Prozess um Mord im Niddapark

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Die Verteidigung fühlt sich bei Abordnung eines Richters übergangen.

Im Prozess um den Mord im Niddapark hat die Verteidigung gegen zwei der Richter einen Befangenheitsantrag gestellt. Hintergrund des Antrags ist eine Umbesetzung der 21. Strafkammer zu Beginn des Jahres. Einer der beisitzenden Richter war an das Bundesjustizministerium abgeordnet worden. Seine Stelle nahm ein Ersatzrichter ein, der dem Prozess gegen Jan M. vorsorglich schon seit Verhandlungsauftakt beigewohnt hatte.

Die Verteidigung moniert, von der Umbesetzung zu spät erfahren zu haben. Die beiden anderen Richter, darunter der Vorsitzende Volker Kaiser-Klan, hätten von der Abordnung schon früher gewusst, aber weder die Verteidigung informiert, noch versucht, die Abordnung zu verhindern, um eine Umbesetzung vermeiden zu können. Die beiden Richter seien daher befangen. Über den Antrag ist noch nicht entschieden.

Derweil vernahm die Kammer die letzte bislang geladene Zeugin. Samira T., hatte sich kurz vor dem Mord mit dem späteren Opfer Irina A. und deren Begleiter in einem Münchner Hotel getroffen. Kurz nach dem Mord hatte die 27-Jährige auch Kontakt zu Jan M. und ließ durchblicken, dass ihr der Begleiter Irinas nicht geheuer gewesen sei. M. gab daraufhin die Kontaktdaten der 27-Jährigen an die Polizei weiter. In der Vernehmung am Freitag offenbarte Samira T. aber große Erinnerungslücken. Irina habe sich immer mit komischen Männern eingelassen, sagte sie.

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