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Profis im Musical-Genre in Aktion.

Alte Oper in Frankfurt

Musical satt mit Film- und Broadwaymelodien

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Beliebte Melodien aus Blockbustern und Musicals locken rund 1400 Besucher in die Alte Oper nach Frankfurt. Sie gehen gut unterhalten und beschwingt nach Hause.

Ob es nun ganz die Superstars des Musicals waren, die sich da den Fans präsentierten, mag dahingestellt bleiben. Allerdings bot das Quintett eine ansprechende Leistung. Stimmlich ragte dabei die Niederländerin Pia Douwes heraus, die von der Kritik immerhin in einem Atemzug mit Ute Lemper genannt wird. Begeisterten Applaus erhielt sie für ihr Solo „I will always love you“ aus dem Film Bodyguard. Da vermochte es die 50-Jährige, einen Hauch von Whitney Houston in die Konzerthalle zu bringen.

Douwes hatte ihren Durchbruch mit der Titelrolle in dem Musical Elisabeth in den 90er Jahren und konnte mit ihren leicht souligen Auftritten auch am Broadway und im Londoner West End reüssieren.

Die zweite Sängerin Sabrina Weckerlin, mit 31 das Nesthäkchen im Bunde, war allerdings durchaus in der Lage, den Abstand auf ihre Konkurrentin gering zu halten. Auch die drei männlichen Interpreten, Alexander Klaws (34), Andreas Bieber (50) und Mark Seibert (38), die ebenfalls als Profis im Musical-Genre zu Hause sind, überzeugten. Umso ärgerlicher war es wie so oft bei derartigen Produktionen, dass die Leute am Mischpult wieder einmal den Lautstärkeregler zu hoch gedreht hatten und dadurch vor allem die weiblichen Stimmen bei starkem Einsatz verzerrt wurden.

Musik pur und ohne Bombastik

Dabei sprach doch neben Ensemble und Repertoire noch so einiges für die Veranstaltung: Die sechsköpfige Band mit Klavier begleitete angenehm unauffällig und ohne Allüren. Da wäre vielleicht sogar das eine oder andere Solo als Abwechslung sinnvoll gewesen. Und die sparsame Dekoration war ebenfalls dazu geeignet, vor allem die Stimmen zur Geltung kommen zu lassen. Es geht eben auch ohne bombastischen Aufwand, um schöne Melodien in den Raum zu tragen.

Davon gab es nun wirklich genügend. Die musikalische Palette reichte von Simon and Garfunkel bis zu den Bee Gees. Zu hören waren Stücke aus Disney-Filmen, Grease, Rocky, Dirty Dancing, Fame, um nur einige zu nennen, und natürlich der Schmachtfetzen „My Heart will go on“ aus Titanic. Mit den genannten Abstrichen hat Regisseur Andreas Luketa demnach alles richtig gemacht. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Beifall.

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