Umwelttelefon

Baum-Probleme: Umwelttelefon in Frankfurt beschäftigt sich meist mit Bäumen

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Jede dritte Anfrage am Umwelttelefon der Stadt Frankfurt drehte sich 2019 um Bäume. Aber es ging nicht in erster Linie um ihren Schutz.

Mehr als 5000 Anfragen haben im vergangenen Jahr das Umwelttelefon der Stadt erreicht. Ein Thema stand dabei ganz stark im Mittelpunkt: der Baum. Jedes dritte Mal, wenn das Telefon klingelte oder eine E-Mail aufploppte, ging es um ihn, teilt das Umweltamt im Jahresbericht zu dem kostenlosen Angebot mit. Auf den nächsten Plätzen: Abfall mit knapp acht Prozent und Straßenreinigung mit 6,4 Prozent.

Nachbarn an der Strippe

Wer sich in Sachen Baum meldete, wollte ihn allerdings meist loswerden. Zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger fragten nach Informationen für eine Baumfällgenehmigung. 25 Prozent ging es dagegen um den Baumschutz. Kurioses Detail in der Statistik: „Bisweilen rufen Nachbarinnen und Nachbarn nacheinander an – der eine will einen Baum fällen, der andere will es verhindern.“

Am Bürgerservicetelefon 2019 unterrepräsentiert: Klimaschutz (2,2 Prozent) und Umweltzone/Dieselfahrverbot (1,8), die in den Medien und bei Demonstrationen eine weitaus größere Rolle spielten. Auch Lärm (4,4 Prozent) und Luft/Luftreinhaltung (2,6) fielen kaum ins Gewicht. Je nach Saison erhielten Themen wie Bienen und Wespennester oder Laubbläser mehr Aufmerksamkeit.

„Als Service für die Bürgerinnen und Bürger ist das Umwelttelefon nicht mehr wegzudenken“, sagt Umweltamtsleiter Peter Dommermuth. „Im Schnitt melden sich pro Tag mehr als 20 Personen. Und das Schöne ist: In den allermeisten Fällen können wir ihnen auch helfen.“ Die Leute seien dankbar für die Beratung.

Das Frankfurter Umwelttelefon wurde 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eingerichtet. Am 9. Mai 1986, 13 Tage nach dem Super-GAU, ging es unter dem Namen „Bürgertelefon Tschernobyl“ in Betrieb.

Das fünfköpfige Team am Umwelttelefon kann inzwischen die meisten Fragen selbst beantworten, Spezielles leitet es an die zuständigen Fachleute weiter. Wer etwas melden möchte (Müll, Straßenschäden, defekte Ampeln) kann das auch über den Mängelmelder der Bürgerbeteiligungsplattform www.ffm.de tun. ill

Umwelttelefon: 212 391 00, Montag bis Mittwoch 8.30 bis 15, Donnerstag 10.30 bis 15, Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr. E-Mail: umwelttelefon@stadt-frankfurt.de

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