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Die schnellsten und die schönsten Boote gewinnen.

Ferienangebot

Boote aus leeren Plastikflaschen

30 Mädchen und Jungen nehmen an dem Solar-Wettrennen vom Verein „Umwelt lernen in Frankfurt“ am Mainufer teil.

Auf die Plätze, fertig, los! Ein eigenes Boot bauen und es dann um die Wette fahren lassen - das konnten Kinder aller Altersstufen am Freitag bei der Aktion des Vereins „Umweltlernen in Frankfurt“. In der Freiluftwerkstatt am nördlichen Mainufer konnten die Kinder ihre technischen Fähigkeiten ausprobieren und ihr Wissen um erneuerbare Energien spielerisch erweitern. Gut 30 Kinder sind gekommen.

Jedes von ihnen bekommt einen Bausatz mit einer kleinen Solarzelle und einem Propellermotor. Für den Rumpf gibt es Recyclingmaterialien wie leere Plastikflaschen oder leichtes Styropor. Schnell wird klar: Hier ist Kreativität gefragt. Denn wie gelingt es, dass das Boot geradeaus fährt und sich nicht im Kreis dreht? Und wie wird es besonders schnell? Schließlich soll es ja ein Rennen gewinnen.

Diese Fragen stellt sich auch der elfjährige Onur. Bei einem ersten Test setzt er sein selbst gebautes Wasserfahrzeug behutsam an den Start der Rennstrecke. Es fährt. Nur nicht geradeaus. Dann verfängt es sich am Rand des Wasserbeckens. Was tun? Onur bekommt den Tipp, dem Boot einen Kiel hinzuzufügen. Kurzerhand wird ein Stück Papier unter dem Rumpf befestigt. Und siehe da: Es fährt, wie es soll – und ist sogar richtig schnell. „Mein Boot gibt ganz schön Power!“, ruft Onur.

Emran gewinnt mit seinem Boot

Genau darum gehe es bei der Aktion, sagt Veranstalterin Kirsten Allendorf: „Die Kinder sollen Spaß am Ausprobieren und Tüfteln bekommen. Gleichzeitig wollen wir ihnen wichtige Themen der nachhaltigen Entwicklung vermitteln.“ Denn Elektromobilität und erneuerbare Energien seien für die Zukunft zentral, so Allendorf. Unterstützt wird der Verein „Umweltlernen“ vom Energiereferat der Stadt Frankfurt.

In diesem Jahr konzentriert sich das Angebot des Vereins vor allem auf ein umfangreiches Ferienprogramm. „Auch weil wir wegen Corona seit den Osterferien nicht mehr an die Schulen gehen konnten“, sagt die Veranstalterin. Normalerweise werden die solarbetriebenen Fahrzeuge in Schul-AGs gebaut. Die Kinder geben trotzdem alles, und auch die Sonne hängt sich rein. Bei bestem Wetter gehen die Boote an den Start.

Doch nicht nur der schnellste Flitzer gewinnt einen Preis. Eine Publikumsabstimmung ermittelt zudem, wer das schönste Boot gebaut hat. Wird es vielleicht „Summi“, das Boot der achtjährigen Elea, das aussieht wie eine Biene? „Hier sind die Fühler und da die Flügel“, präsentiert sie stolz. Den Kreativwettbewerb gewinnt dann aber doch das Modell „Tommy“ von Tommaso.

Im Wettrennen kann sich Emran mit seinem Boot „Emran“ durchsetzen.

Autorin: Kathrin Becker

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