Bahnverkehr im Rhein-Main-Gebiet 

Ja zum Bahntunnel

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Die Fahrgastlobby Pro Bahn stellt jedoch Bedingungen beim Projekt Fernverkehrstunnel.

Ein Fernverkehrstunnel unter der Stadt bringt aus Sicht der Fahrgastlobby Pro Bahn Vorteile. Er entflechte den Fern-, Regional- und Nahverkehr, was die Pünktlichkeit verbessere und schaffe Platz für zusätzlichen lokalen und regionalen Pendlerverkehr. Wichtig sei, dass andere Projekte nicht verzögert würden: etwa der Ausbau des Homburger Damms, der sechsgleisige Ausbau vom Hauptbahnhof zu Stadion oder die vier Gleise nach Friedberg und Hanau. Während der Bauphase müsse der Betrieb im Schienenverkehr uneingeschräkt aufrechterhalten werden.

Vor einem halben Jahr hatte das Bundesverkehrsministerium den zweigleisigen Fernbahntunnel in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen. Die rund sieben Kilometer lange Röhre soll demnach rund 3,5 Milliarden Euro kosten und vom Hauptbahnhof zum Kaiserleigebiet führen. Nächster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie.

Noch ist vieles in der Diskussion. Die Rede ist von einer Kapazität von mehr als zwölf Zügen pro Stunde. Weil sie nicht am Hauptbahnhof wenden müssen, sparen sie im Durchschnitt acht Minuten. Diese Annahme ist aus Sicht von Pro Bahn „realitätsfremd“. Sie setze einen absolut störungsfreien Betrieb voraus. Der geplanten Fernbahntunnel habe „viel Potenzial“, dürfe aber den Bau eines weiteren Tunnels für den Lokal- und Regionalverkehr nicht blockieren. Aufwand und Risiken seien immens, die Dauer der Bauarbeiten schlecht kalkulierbar. „Diese Parameter sollten bei umsichtiger Vorgehensweise beherrschbar sein.“

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