Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kaffee, Kunst und Waschmaschinen, das verbindet die „Haier Experience Lounge“ in der Kaiserstraße 26.
+
Kaffee, Kunst und Waschmaschinen, das verbindet die „Haier Experience Lounge“ in der Kaiserstraße 26.

Bahnhofsviertel

Lounge im Bahnhofsviertel serviert Kaffee zwischen Waschmaschinen

Kunden und Kundinnen werfen verblüffte Blicke, wenn sie die „Haier Experience Lounge“ in der Kaiserstraße betreten. Hier vermischen sich Kunst und Haushaltsgeräte.

Treffen sich ein Gastronom und ein Haushaltsgeräte-Händler im Bahnhofsviertel... Was wie ein plumper Witz anfängt, ist eine außergewöhnliche Geschäftsidee geworden. Münür „Micky“ Olca-Schütz kann sich ein breites Grinsen hinter der edlen Holztheke mit königsblauen Leuchtleisten nicht verkneifen, wenn Passanten und Passantinnen am Eingang zwischen zwei riesigen Olivenbäumen das Gemälde einer Ballerina entdecken, dahinter Pop-Art à la Udo Lindenberg, die nah an Originale kommt.

Gemütliche Tische mit Zeitungen aller Art laden die Leute hinter der gläsernen Eingangstür zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen ein. Dennoch gehen sie neugierig weiter, tief in den 35 Meter langen Raum hinein. „Da steht ja eine Waschmaschine“, sagen viele, die zum ersten Mal die „Haier Experience Lounge“ in der Kaiserstraße 26 betreten, erstaunt.

Geschäftsführer Olca-Schütz genießt die verblüfften Blicke sichtlich. Bei jedem Schritt in dem Industriedesign-Raum, der mit warmen Farben und perfektem Licht Neugierde weckt, gibt es neue Überraschungen. Moderne Ölgemälde des Frankfurter Künstlers Heinz Zimmermann auf antiken Staffeleien, Kaffeeautomaten aus Chrom, Sammeltassen und Taschen. Auf einer offenen Kochinsel im hinteren Teil des Raumes duftet es nach Lasagne und Kartoffelsuppe, an den Wänden sind Aquarell-Malereien wie zufällig ins Licht gerückt. „Diese Bilder und auch die Ballerina im Schaufenster hat eine 93-jährige Frau gemalt, die im Altersheim wohnt. Der Erlös ihrer Kunst finanziert ihr Leben im Heim“, erzählt Olca-Schütz.

Die Kunst passt ebenso perfekt in den Raum wie die Kühlschränke, Waschmaschinen, Weinkühlschränke und andere Haushaltsgeräte. Für eine Café-Bar mit Essen sind es ungewöhnlich viele, wenn man genau hinsieht und entdeckt, wie sie in Holzregale und Schränke eingebaut sind. Sanfte Lounge-Musik klingt über unsichtbare Boxen in den Lichtschienen an der Decke. „Ursprünglich wollte ich mich nach 30 Jahren im Hausgeräte-Geschäft zur Ruhe setzen“, sagt Roger Schäfer. „Dann ging Haier 2018 an die Börse und bei einem Abendessen mit Persönlichkeiten von Liebherr kam mir die Idee, etwas ganz Neues zu machen.“

Haier ist nicht sehr bekannt. Die Firma wurde 1984 in China gegründet und hatte früh eine Kooperation mit Liebherr. Die zweite Silbe des Namens stammt aus der zweiten Silbe des deutschen Unternehmens. Mittlerweile ist Haier Weltmarktführer, der rasant expandiert.

„Die Marke will auch in Deutschland bekannter werden“, so Schäfer. „Als dann immer lauter kritisiert wurde, dass die Innenstädte aussterben, wollten wir etwas dagegensetzen und haben zusammengeschmissen, was uns beiden jeweils besonders wichtig ist“, sagt er und schaut auf seinen langjährigen Freund Olca-Schütz, mit dem er früher schon Fußball gespielt hat.

Nun gibt es montags bis samstags zwischen 10 und 21 Uhr und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr Kaffee, Kuchen, selbst gemachte Limonade, Bowls, Wein, Cocktails und Zeit zum Abschalten zwischen Kunst und Chrom. Partys und Vernissagen finden regelmäßig statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare