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Cannabis-Abh¿ngige

Nachtcafé im Bahnhofsviertel

Hilfe für Frankfurter Drogenkranke

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Das Nachtcafé im Bahnhofsviertel in Frankfurt öffnet jetzt auch tagsüber.  

Die Stadtregierung hat ein sozialpolitisches Zeichen gesetzt. Am Freitag beschloss sie, das sogenannte Wintercafé in der B-Ebene des Eschenheimer Tors dauerhaft zu finanzieren. Außerdem wurde entschieden, das bisherige Nachtcafé für drogenkranke Menschen im Bahnhofsviertel auch tagsüber zu öffnen.

Damit werden zwei wichtige Einrichtungen der Daseinsfürsorge gestärkt. Das Wintercafé ist für obdachlose Menschen gedacht, die in der Notunterkunft in der B-Ebene Eschenheimer Tor übernachten. Sie werden morgens dort mit Essen und Getränken versorgt.

Das Nachtcafé im Haus Moselstraße 47 wurde erst im Jahre 2018 eröffnet. Bisher bietet es drogenkranken Menschen in der Nacht eine Aufenthaltsmöglichkeit. Sie werden dort mit alkoholfreien Getränken und Snacks versorgt, sie können fernsehen.

In der Einrichtung, die vom Frankfurter Verein für soziale Heimstätten betrieben wird, halten sich nach einer Zwischenbilanz der Stadt bis zu 100 Menschen pro Nacht auf. Sie haben jetzt auch tagsüber einen Anlaufpunkt.

Stefan Majer (Grüne), Dezernent für Personal und Gesundheit, sagte, beim Umgang mit drogenabhängigen Menschen erweise sich, „wie ernst es uns ist, uns für den sozialen Zusammenhalt stark zu machen“.

Der Magistrat beschäftigte sich auch mit der anhaltenden Verdrängung von angestammten Mietern aus Vierteln wie Westend und Nordend. Die Stadtregierung stellte 7,5 Millionen Euro zusätzlich im Jahr im Haushalt bereit, um Häuser aufkaufen zu können, deren Bewohner von Luxusmodernisierung bedroht sind. „Ich bin froh, dass wir dieses Programm noch ausbauen können, um die Spekulation im Wohnungsmarkt der Stadt zu dämpfen“, erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Ein weiterer Beschluss vom Freitag: Die Stadt wird den Bau der katholischen Schule St. Raphael mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von 16 Millionen Euro unterstützen. Auf die Hilfe für dieses Projekt hatte die CDU besonderen Wert gelegt.

Schließlich fasste der Magistrat auch Beschlüsse, die den Folgen des Klimawandels in Frankfurt entgegenwirken sollen. Insgesamt 6,5 Millionen Euro zusätzlich werden mobilisiert. So wird das Programm „clean ffm“ mit Reinigung von öffentlichen Grünflächen fortgeschrieben und die Begrünung öder Plätze gestärkt.

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