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Mit der Außengastro wird es eng auf den Straßen des Bahnhofsviertels.

Bahnhofsviertel

Besser parken in der Gutleutstraße

  • Judith Gratza
    vonJudith Gratza
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Weil Parkplätze im Bahnhofsviertel vorwiegend von Touristen und Pendlern zugestellt seien, fordert die SPD im Ortsbeirat 1 ein striktes Anwohnerparken. Andere Städte machten es vor.

Menschen, die im Bahnhofsviertel leben, sollen künftig besser einen Parkplatz vor ihrer Haustür finden. Dafür setzt sich die SPD im Ortsbeirat 1 ein. Sie fordert ein striktes Anwohnerparken in der Gutleutstraße und Windmühlstraße, das an allen sieben Tagen der Woche für 24 Stunden gelten soll. Zudem möge zusätzlich ein Anwohnerparken auf den aktuell zeitweise gebührenpflichtigen Parkplätzen eingeführt werden, wie in der Mainluststraße oder Weserstraße.

Zur Begründung heißt es, dass Anwohnerinnen und Anwohner des Bahnhofsviertels nur unter sehr mühseligen Bedingungen einen Stellplatz für ihr Auto finden. Schon früh am Morgen seien alle Parkflächen durch Pendler belegt. Am Wochenende seien es vor allem Menschen von außerhalb, die zum Shoppen mit dem Auto in die Stadt kämen.

„Es scheint, als wäre die Gutleut- und Mainluststraße zu so was wie einem Geheimtipp zum kostenlosen Parken am Wochenende mutiert“, vermutet die SPD, „da bereits am Vormittag alle Parkplätze dicht sind und sich das bis in den späten Abend hinein auch nicht mehr ändert.“

Wer im Bahnhofsviertel lebe und mit dem Auto unterwegs sei, müsste dann teilweise in andere Stadtteile wie Sachsenhausen ausweichen, dort parken und dann mit der Bahn zurück ins Bahnhofsviertel fahren. Besonders angespannt sei die Situation im Sommer, wenn alle umliegenden Gastronomien zusätzlich ihre Terrassen auf der Straße aufgebaut hätten.

Die SPD verweist auf Städte wie Köln, München oder Heidelberg. Dort gelte im Innenstadtbereich grundsätzlich Anwohnerparken, so dass Touristen nicht um ein Parkhaus oder eben die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln herumkämen. In Frankfurt indes habe man als Bewohnerin oder Bewohner in bestimmten Vierteln das Nachsehen und fühle sich schlechter gestellt als Touristen oder Pendler. Um dies künftig zu verhindern, sollten derzeit zeitweise gebührenpflichtige Parkplätze im Bahnhofsviertel für Auswärtige rund um die Uhr etwas kosten. Wer im Viertel lebt, sollte ferner die Möglichkeit haben, einen Stellplatz via App zu reservieren.

Die SPD erhofft sich von den geforderten Änderungen nicht nur eine Entlastung für die Menschen rund um den Bahnhof, sondern auch eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs.

Eine Verkehrsberuhigung im Bahnhofsviertel wird es aber nicht geben. Das teilte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) vor kurzem mit. Denn wäre etwa die Kaiserstraße verkehrsberuhigt, würden mehr Autos auf die Münchener Straße fahren und dort parken. Das behindere die Straßenbahnen, argumentierte er.

Der Ortsbeirat 1 tagt am heutigen Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr im Plenarsaal des Römers, Eingang Römerberg 23. Die Plätze sind begrenzt, es gilt Maskenpflicht.

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